Musikausbildung
Regierung lehnt Gegenvorschlag zur Initiative Jugend und Musik ab

Die Zürcher Regierung lehnt den direkten Gegenentwurf zur eidgenössischen Volksinitiative Jugend und Musik als zu weitgehend ab. Damit könnte der Bund die Kantone dazu verpflichten, beispielsweise ein Mindestangebot an Musikkursen zu unterhalten.

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Die Annahme der Initiative hätte jedoch einen Eingriff in die Schulhoheit der Kantone zur Folge. (Archiv)

Die Annahme der Initiative hätte jedoch einen Eingriff in die Schulhoheit der Kantone zur Folge. (Archiv)

Solothurner Zeitung

Die Volksinitiative Jugend und Musik verlangt die Förderung der musikalischen Bildung von Kindern und Jugendlichen durch Bund und Kantone, wie die Zürcher Regierung am Donnerstag mitteilte. Ihre Annahme hätte jedoch einen Eingriff in die Schulhoheit der Kantone zur Folge, was der Bundesverfassung widerspricht.

Die ständerätliche Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur hat daher einen direkten Gegenvorschlag zur Initiative erarbeitet und im November 2010 in die Vernehmlassung geschickt.

Dieser geht der Zürcher Regierung zu weit, weil der Bund damit Grundsätze für die ausserschulische Musikbildung von Kindern und Jugendlichen erlassen könnte, die wiederum die Kantone in die Pflicht nehmen. Zustimmen könnte die Regierung einer allgemeinen Bestimmung, welche die Förderung der musikalischen Bildung auf Verfassungsebene verankert, wie es in der Mitteilung heisst. (sda)