Zürich
Regierung ist gegen ein Verbot von Akoholwerbung auf Sportplätzen

Die Zürcher Regierung ist gegen die Initiative des Blauen Kreuzes, die ein Verbot von Alkoholwerbung auf Sportplätzen und an Sportveranstaltungen fordert. Sie beantragt dem Kantonsrat die Initiative abzulehnen.

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Darf an Sportveranstaltungen und in Sportstadien weiterhin gezeigt weren: Werbung für Alkohol (Symbolbild)

Darf an Sportveranstaltungen und in Sportstadien weiterhin gezeigt weren: Werbung für Alkohol (Symbolbild)

Keystone

Die bereits bestehenden gesetzlichen Regelungen seien wirksam und griffig, heisst es in der Begründung.

Mit der verlangten Ausdehnung des Werbeverbots würde die Prävention gegen den Suchtmittelmissbrauch nur wenig verbessert, teilte der Regierungsrat am Donnerstag mit. Umgekehrt würde damit unverhältnismässig stark in die Privatautonomie eingegriffen.

Mit einem Rückzug von Sponsoren wäre die Durchführung von bedeutenden und traditionellen Spitzensportveranstaltungen gefährdet, heisst es weiter. Diese seien ein wichtiger Standortfaktor für den Kanton und hätten eine bedeutende Vorbildwirkung auf den Breitensport. Auch der Breitensport leiste einen wesentlichen Beitrag zur Gesundheitsförderung.

Der Zürcher Kantonalverband des Blauen Kreuzes hatte die Initiative «Keine Werbung für alkoholische Getränke auf Sportplätzen sowie an Sportveranstaltungen im Kanton Zürich» im Februar eingereicht. Das Volksbegehren will das bestehende schweizweite Werbeverbot für Spirituosen in Sportstadien auf alle alkoholischen Getränke ausweiten.

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