Übungshügel

Regensdorf plant Teststrecke für Offroader – Rowdies bleiben draussen

Rund 420 Quadratmeter gross ist der Übungshügel für Offroader, den die Antischleuderschule in Regensdorf bauen will.

Rund 420 Quadratmeter gross ist der Übungshügel für Offroader, den die Antischleuderschule in Regensdorf bauen will.

Die Antischleuderschule will einen Geschicklichkeitsparcours für Offroader bauen. Training und Verkehrssicherheit stehen im Vordergrund, der Übungshügel ist kein Ort für Rowdies.

Fünf Meter hoch, 30 Meter lang und 14 Meter breit soll der Hügel werden, der im Frühling in einer Ecke des Geländes der Antischleuderschule Regensdorf (Assr) entstehen soll. Auf 420 Quadratmetern dürfen dort künftig Besitzer von SUV die Möglichkeiten ihres Fahrzeuges unter fachmännischer Anleitung austesten. «Wir möchten den Männern und Frauen am Steuerrad aufzeigen, was sich der Hersteller beim Entwickeln gedacht hat», sagt Markus Rhyner, Zentrumsleiter der Assr.

Diese Fahrzeuge sehen nämlich nicht einfach nur cool aus, im Prinzip sind sie dafür ausgelegt, Lasten zu ziehen oder im leichten Gelände zielführend zu wirken. «Wir wollen einfach nur das Können der Fahrzeuge und das Können des Fahrers zusammenbringen», sagt er. Zum Training kommt man im eigenen Fahrzeug. Dabei werden nur SUV zugelassen, die in einem absolut perfekten und verkehrssicheren Zustand sind. Natürlich müssen sie auch strassenverkehrstauglich und immatrikuliert sein.

Offroadfreaks, die nun denken, sie könnten auf dem Gelände der Assr mal so richtig cool herumfräsen, muss Markus Rhyner bitter enttäuschen. «Kein Rambazamba. Kein Lärm. Kein Abenteuer. Ruhige, seriöse Ausbildung in Ergänzung zum bestehenden Verkehrssicherheitsprogramm steht auf dem Programm», erklärt er.

Start im Frühling geplant

Am 9. Dezember war das Baugesuch in der Zeitung. Die Einsprachefrist läuft am 29. Dezember ab. «Bis jetzt absolut ruhig. Wir gehen davon aus, dass wir das Projekt zur Verkehrssicherheit im Frühling starten können», sagt Rhyner. Gemeinde und Kanton haben das Gelände bereits in Augenschein genommen. Die Assr investiert also bald einen höheren fünfstelligen Betrag in dieses Projekt.

Motivation dafür ist nicht nur die unternehmerische Seite, sondern auch die Verantwortung als Ausbilder. «Ein wichtiger Bestandteil der SUV-Ausbildung ist vor allem der Respekt vor der Natur. Niemals sollte ein Offroadfahrer von der Strasse abweichen, nur weil es ihm technisch möglich ist. So etwas wird nicht toleriert und schadet dem Image aller SUV-Piloten», erklärt der Assr-Zentrumsleiter. Deshalb sind die Wege auf dem Trainingshügel als Kiesstrassen geplant. Kreuz und quer zu fahren, ist tabu. Vielmehr möchte man das Bewusstsein fördern, dass das Fahren auf unbefestigten Strassen immer so langsam wie möglich und nur so schnell als unbedingt nötig stattfinden soll.

Mit der Trainingsmöglichkeit will die Assr vermeiden, dass Fahrzeuglenker aus eigenem Antrieb irgendwo ihr Fahrzeug austesten möchten. «Die Natur, in der wir uns bewegen, hat immer höchste Priorität», erklärt er. Deshalb hat sich die Assr noch etwas Spezielles einfallen lassen.

Das Erdmaterial für den Hügel stammt vom Gelände selbst. Es wird nicht betoniert, und es entstehen auch nur minimale Erdtransporte mit Kippern. Man rechnet mit einer extrem kurzen Bauzeit. Dort, wo das Material entnommen wird, entsteht ein Teich mit einer befahrbaren Brücke. Der Offroadhügel ist nur für den schneefreien Betrieb vorgesehen. Im Winter, wenn es gefroren ist, ist geschlossen. Wenn alles gut geht, wird im Frühling der erste SUV-Fahrer oder die erste SUV-Fahrerin ihr Fahrzeug austesten.

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