Nicht nur 3 Millionen Franken, wie vom Kirchenrat vorgesehen, sollen gespart werden. Das Kirchenparlament, die Synode, erhöhte den Sparbetrag am Dienstag auf 4,5 Millionen.

Das Budget 2015 rechnete bei einem Aufwand von rund 106 Millionen Franken mit einem Minus von 500'000 Franken. Einkalkuliert hatte der Kirchenrat, die Exekutive, einen pauschalen Sparbetrag von 3 Millionen Franken.

Weil die Gesamtkirchlichen Dienste zurzeit reorganisiert werden, kam der Kirchenrat allerdings noch nicht dazu darzulegen, wo und wie genau diese Einsparungen erfolgen sollen. Er stellte den Synodalen für kommenden Frühling ein überarbeitetes Budget in Aussicht.

Der Sparvorschlag des Kirchenrates ging den Parlamentariern zu wenig weit. Sie folgten der Finanzkommission, die eine Erhöhung des Sparbetrags auf 4,5 Millionen Franken forderte, wie die Kommunikationsstelle der Reformierten Kirche mitteilte.

Finanzvorstand Fritz Oesch warnte die Synode vergeblich, eine solche Kürzung sei nicht so rasch machbar, seien 80 Prozent des Aufwandes doch Personalkosten. Das Parlament hiess den Kommissions-Antrag mit 56 zu 42 Stimmen gut. Das budgetierte Minus verwandelte sich damit in ein Plus von einer Million Franken.