Ergebnis

Rechnung der Stadt Zürich mit über 100 Millionen Franken im Plus – Aussichten sind weniger rosig

Die Aussichten für die Stadt Zürich sind etwas weniger rosig. Am Horizont tauchen Defizite auf. (Archivbild)

Die Aussichten für die Stadt Zürich sind etwas weniger rosig. Am Horizont tauchen Defizite auf. (Archivbild)

Die Rechnung der Stadt Zürich für das Jahr 2018 weist ein sattes Polster aus. Sie schliesst mit einem Plus von 107,8 Millionen Franken. Der Aufwand betrug 8,856 Milliarden Franken, der Ertrag 8,963 Milliarden Franken. Das Eigenkapital beläuft sich Ende 2018 auf 1,276 Milliarden Franken.

"Das Rechnungsergebnis ist wieder erfreulich", wird Finanzvorstand Daniel Leupi (Grüne) in einer Mitteilung vom Dienstag zitiert. Das Ergebnis resultiere aus dem Zusammenspiel von langjährigen städtischen Investitionen in eine wirtschaftlich, sozial und ökologisch erfolgreiche Stadt und einer guten Wirtschaftslage, die von diesen Investitionen profitiere.

Zum guten Ergebnis beigetragen haben auch die städtischen Dienstabteilungen. Der überwiegende Teil der Dienstabteilungen hat im Jahr 2018 nämlich besser abgeschlossen als budgetiert.

Verbessert haben das Ergebnis aber insbesondere auch Liegenschaftsgeschäfte, die Auflösung des Zweckerhaltungsfonds für subventionierte Wohnungen, ein ausserordentlicher Ertrag aus der Rückzahlung des Darlehens der M-CH Group sowie höher ausgefallene Dividenden und eine höhere Gewinnausschüttung der Zürcher Kantonalbank.

Die Aktien der Flughafen Zürich AG schlugen für einmal negativ zu Buche. Gegenüber dem bilanzierten Wert 2017 sank der Wert der Aktien um 92,7 Millionen Franken. Weiter verzeichnet die Stadt Zürich leicht tiefere Steuererträge.

Defizite am Horizont

Die Aussichten für die Stadt Zürich sind etwas weniger rosig. Am Horizont tauchen Defizite auf. Zwar will der Stadtrat weiterhin am Kurs seiner Finanzpolitik festhalten, damit die Stadt Zürich ein attraktiver Wohn- und Wirtschaftsstandort bleibt.

Doch das Wachstum der Stadt verursacht laut Leupi bei vielen Aufgabenstellungen weiterhin hohe Kosten und verlangt entsprechende Neuinvestitionen.

Der Finanz- und Aufgabenplan für die Jahre 2019 bis 2022 sieht ab 2021 Defizite in der Höhe zwischen 46,9 Millionen Franken (2021) und 94 Millionen Franken (2022) vor.

Dank den Verhandlungen mit dem Kanton Zürich zur Unternehmenssteuerreform (SV17) werden die Gemeinden bei der Umsetzung zwar nun besser entschädigt. "Die SV17 wird dennoch bereits im ersten Schritt beträchtliche Ausfälle für die Stadt Zürich verursachen", heisst es in der Mitteilung.

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