Vertiefte Aussagen könne die Regierung jedoch noch nicht machen. Der Lupo-Bericht und seine Auswirkungen auf die Zürcher Flughafenpolitik müssten zunächst im Detail analysiert werden.

In einer ersten Stellungnahme vom Donnerstag zeigte sich die Zürcher Regierung vor allem darüber erfreut, dass der Bundesrat von den referendumsfähigen Bundesbeschlüssen Abstand genommen hat.

Damit hätten nämlich in der Bundesversammlung per Mehrheitsbeschluss die anderen Kantone faktisch über die Zürcher Flughafenpolitik bestimmt.

Diese referendumsfähigen Bundesbeschlüssen waren in der Vernehmlassung noch Thema. "Hier hat sich die Intervention der Zürcher Regierung offenbar ausbezahlt", heisst es in der Mitteilung weiter.

Die Zürcher Regierung sei der festen Überzeugung, dass ein Landesflughafen nicht gegen den Willen einer Mehrheit des Standortkantons betrieben werden könne.

Was die stärkere Einflussnahme des Bundes mittels Sachplan Infrastruktur Luftfahrt (SIL) genau bedeute, werde sich aber erst noch weisen.

In der gemeinsamen Weiterentwicklung des Flughafens sieht die Regierung zudem den Vorteil, dass die bestehende Kompetenzordnung und das Vetorecht des Kantons Zürich bei Veränderungen am Pistensystem und lärmrelevanten Änderungen am Betriebsreglement bestehen bleiben.

Potenzial nutzen

Die IG-Nord, eine gemeinsame Initiative von 37 Gemeinden aus den Kantonen Zürich, Aargau und Schaffhausen im Norden des Flughafens, teilte am Donnerstag unter anderem mit, dass sie den Willen des Bundesrats begrüsse, die vorhandene Infrastruktur des Flughafens Zürich optimal zu nutzen. Diesbezüglich liege heute viel Potenzial brach.

Das Komitee Weltoffenes Zürich ist der Meinung, dass die Weichen zwar richtig gestellt wurden, allerdings zu wenig entschlossen.

Das Komitee schreit aber auch, dass der Bund einen klugen Mittelweg zwischen der Pflege der föderalen Selbstbestimmung der Standortkantone der Landesflughäfen und der Wahrnehmung der Gesamtverantwortung des Bundes für die schweizerische Luftfahrt eingeschlagen habe.