Rassismus
Rassendiskriminierung: Sohn von PR-Berater Stöhlker verurteilt

Der Zürcher PR-Berater Fidel Stöhlker, Sohn des PR-Unternehmers Klaus J. Stöhlker, wurde wegen Rassendiskriminierung zu einer Geldstrafe verurteilt. Er bezeichnete in seinem Blog Kosovaren als «Pack» und «niederes Volk», das ausgeschafft gehört.

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Der Sohn von PR-Berater Klaus J. Stöhlker, Fidel Stöhlker, wurde zu einer bedingten Geldstrafe verurteilt. (Archiv)

Der Sohn von PR-Berater Klaus J. Stöhlker, Fidel Stöhlker, wurde zu einer bedingten Geldstrafe verurteilt. (Archiv)

Rolf Jenni

Die Zürcher Staatsanwaltschaft hat Stöhlker per Strafbefehl zu einer bedingten Geldstrafe in der Höhe von 19'000 Franken verurteilt. Dazu kommt eine Busse von 3000 Franken, die er ohne Aufschub begleichen muss.

Sein Anwalt Valentin Landmann bestätigte eine entsprechende Meldung von Tagesanzeiger.ch/Newsnet vom Dienstag. Sein Mandant werde in den kommenden Tagen entscheiden, ob er das Urteil akzeptieren oder an die nächsthöhere Instanz weiterziehen will, sagte Landmann auf Anfrage. Stöhlker habe die Äusserungen von Anfang an als Fehler bezeichnet und sich dafür auch entschuldigt.

Zwei Gewalttaten als Auslöser

Auslöser für die Entgleisung im August 2011 waren zwei Gewalttaten, bei denen jeweils Kosovaren die Täter waren. Der erste Vorfall passierte in Pfäffikon ZH, als ein Mann seine Ehefrau und die Sozialvorsteherin der Gemeinde tötete.

Der zweite geschah nur kurze Zeit später, als ein Schwinger in Interlaken von einem Kosovaren ohne erkennbaren Grund in den Hals gestochen wurde.