Kilchberg
Raser von Kilchberg wegen fahrlässiger Tötung angeklagt

Ein Raser, der im April 2011 in Kilchberg mit einem Sportwagen einen tödlichen Unfall verursacht hat, kommt vor Gericht: Die Staatsanwaltschaft Zürch-Limmat hat Anklage wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger schwerer Körperverletzung erhoben.

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Der Raser war mit 102 statt 50 Stundenkilometer unterwegs (Symbolbild).

Der Raser war mit 102 statt 50 Stundenkilometer unterwegs (Symbolbild).

Keystone

Der damals 27-Jährige war am frühen Morgen des 2. Aprils an der Verzweigung Alte Landstrasse/Bergstrasse mit seinem Ferrari frontal gegen eine Gartenmauer geprallt. Dabei wurde eine Mitfahrerin getötet. Eine weitere Mitfahrerin sowie er selbst wurden schwer verletzt.

Nach Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger schwerer Körperverletzung sowie Fahrens in fahrunfähigem Zustand hat die Staatsanwaltschaft Ende März beim Bezirksgericht Horgen Anklage erhoben, wie es in der Mitteilung heisst.

102 statt 50 Stundenkilometer

Dem Beschuldigten wird konkret vorgeworfen, in einer Rechtskurve bei einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 50 Stundenkilometern mit einer Geschwindigkeit von 102 Stundenkilometern gefahren zu sein. Durch einen Fahrfehler habe er dabei den Tod und die schwere Verletzung der beiden Mitfahrerinnen verursacht. Zudem hatte der Raser zum Unfallzeitpunkt 1,54 Promille Alkohol sowie Cannabis im Blut.

Der Beschuldigte war ursprünglich in Begleitung eines Kollegen und zweier Frauen mit einem Taxi auf dem Heimweg. Nach einem Streit stiegen die Frauen aus. An seinem Wohnort angekommen, erhielt der Beschuldigte einen Anruf von einer der beiden Frauen mit der Aufforderung, dafür zu sorgen, dass sie heimkommen.

Der Beschuldigte setzte sich daraufhin ans Steuer des Ferraris, der nur über zwei Sitze verfügt, und holte die Frauen ab. Auf der Rückfahrt kam es dann zum folgenschweren Unfall. (sda)