Zürich
Raser von Horgen wurde zu Haft und ambulanter Psychotherapie verurteilt

Das Zürcher Obergericht hat einen jugendlichen Raser zu einer bedingten Freiheitsstrafe von elf Monaten verurteilt. Zudem muss er in einer geschlossenen Institution untergebracht werden und eine ambulante Psychotherapie absolvieren.

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Der Verurteilte hat will das Strafmass des Obergerichts nicht akzeptieren. (Archiv).

Der Verurteilte hat will das Strafmass des Obergerichts nicht akzeptieren. (Archiv).

Keystone

Dies geht aus dem am Mittwoch veröffentlichten Urteil hervor.

Als 17-Jähriger raste der Lehrling aus der Region Horgen im März 2012 der Polizei davon und prallte mit dem Auto in einen Pfeiler der Europabrücke in Zürich. Dabei starb ein Mädchen, weitere Mitfahrer wurden verletzt.

Das Jugendgericht Horgen hatte ihn zu einer bedingten Freiheitsstrafe von elf Monaten sowie zu einer offenen Unterbringung und einer ambulanten Behandlung verurteilt. Dagegen legte er Berufung ein.

Das Zürcher Obergericht hat das Urteil der Vorinstanz nun vollumfänglich bestätigt. Es verurteilte ihn wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung. Das Urteil ist noch nicht rechtsgültig. Der Prozess fand am Dienstag unter Ausschluss der Öffentlichkeit und der Medien statt. (sda)