Der Mann hatte sich ab Dezember 2009 innerhalb eines Jahres nicht weniger als vierzehn schwerste Verkehrsdelikte zu Schulden kommen lassen. Unter anderem fuhr er in seinem Wagen mehrfach mit über 200 Stundenkilometern auf der Autobahn. Einen unrühmlichen Rekord stellte er bei einer nächtlichen Fahrt mit Tempo 240 auf.
Rechts überholt und aufgefahren

Bei Raser-Rennen mit seinen Kollegen überholte er zudem rechts oder fuhr viel zu dicht auf. Das Bezirksgericht Bülach verurteilte den Mann wegen mehrfacher grober Verkehrsregelverletzung zu drei Jahren Freiheitsstrafe, die Hälfte davon bedingt vollziehbar.

Das Zürcher Obergericht verschärfte die Strafe im vergangenen März auf dreieinhalb Jahre ohne Bewährung. Das Bundesgericht hat diesen Entscheid nun bestätigt und die Beschwerde des Mannes abgewiesen. Er hatte eine Reduktion der Strafe auf drei Jahre gefordert, wovon zwei Jahre nur bedingt zu verhängen seien.
Zwei Vorstrafen

Dazu hatte er argumentiert, dass sein Geständnis und sein seitheriges Wohlverhalten nicht berücksichtigt worden seien. Die unbedingte Strafe treffe ihn besonders hart, da er ein Unternehmen führe. Das Gericht hält ihm entgegen, dass eine Freiheitsstrafe zwangsläufig einen Entzug aus dem beruflichen Umfeld bewirkt.

Korrektes Verhalten nach der letzten Tat sei zudem keine besondere Leistung, die strafmindernd zu berücksichtigen wäre. Sein Geständnis habe sich nicht erheblich ausgewirkt, da er aufgrund der Beweismittel seine Taten auch gar nicht hätte leugnen können.

Bei den einzig aus Geltungs- und Geschwindigkeitssucht begangenen Taten handle es sich um schwerste Verkehrsdelikte, die von einer beispiellosen Gleichgültigkeit und kriminellen Energie zeugen würden. Der Betroffene habe zudem zwei einschlägige Vorstrafen, was seine enorme Gleichgültigkeit auch gegenüber dem Strafsystem zeige. (Urteil 6B_499/2013 vom 22. Oktober 2013)