Die Partyreihe heisst Showdown und ab 16 Jahren kommt man rein. Der Eintritt in den ehemaligen Oerliker Klub Oxa, der heute Sektor 11 heisst, kostet 25 Franken, der Platz in der Vip-Lounge mit Champagner 150 Franken. Aus den Boxen dröhnen Hip-Hop, R’n’B, House und Reggaeton.

Die letzte Party begann am Freitag um 22 Uhr und endete am Samstag um 4 Uhr. In den frühen Morgenstunden starb ein 16-jähriger Junge im Sektor 11. Er brach zusammen und keiner konnte ihm mehr helfen. Sektor-11-Geschäftsleiter Bruno Schiavone sagte gegenüber dem Onlineportal «20min.ch», die Sicherheitsleute hätten erste Hilfe geleistet und sofort die Ambulanz verständigt. Doch trotz der lebensrettenden Sofortmassnahmen sei der Jugendliche nicht mehr zu retten gewesen.

Abwarten auf Berichte

Die Party wurde nicht vom Sektor 11 organisiert, sondern vom Zürcher Veranstalter Clubnight Events. Dieser führt auch Partyreisen durch, aktuell zur Silvesterfeier nach Rimini. Der viertägige Ausflug kostet 299 Franken – Carfahrt, Zimmer mit Halbpension, Eintritte, Silvestermenü und Alkohol inklusive. Mitfahren können Jugendliche ab 16 Jahren.

Schiavone sagt, mit dem Veranstalter arbeite man seit längerem gut zusammen. Er wartet nun den Bericht der Sicherheitsleute ab sowie Erkenntnisse der Stadtpolizei.

Gefährliche Kuscheldroge

Stadtpolizeisprecher Michael Wirz erklärt, man habe gegenwärtig keine Hinweise auf eine Straftat. Das Institut für Rechtsmedizin der Universität Zürich hat die Untersuchung eingeleitet. Im Raum steht das Gerücht, das Kollegen des Verstorbenen über Facebook verbreiten. Dort steht: «Er wurde das Opfer von K.-o.-Tropfen.» Unter K.-o.-Tropfen versteht man die chemischen Substanzen GHB und GBL. Es kommt vor, dass Personen mit K.-o.-Tropfen betäubt werden, die heimlich in ihr Getränk gemischt wurden.

Doch auch mit Absicht wird der Stoff konsumiert. Ein Szenekenner beschreibt ihn gegenüber dieser Zeitung als «Kuscheldroge» und «starken Downer». Bei GHB und GBL ist die Gefahr der Überdosierung gross. Bewusstlosigkeit bis zum Koma sind die Folge. Kombiniert man die Substanz mit Alkohol, kann dies zum Kollaps führen. Menschen mit Herz- oder Nierenproblemen sind besonders gefährdet. Die städtische Jugendberatung Streetwork konnte gestern auf Anfrage keine Auskunft geben.