Es habe sich gezeigt, dass es im nördlichen Teilgebiet des Standortgebiets Nördlich Lägern geologische Störzonen gebe, teilte die Nagra am Donnerstag mit. Im südlichen Teilgebiet hingegen - wo sich Stadel befindet - liege die "Geologie ruhiger".

Ziel der Bohrung in Stadel sei es, den nördlichen Rand des ungestörten südlichen Teilgebiets zu untersuchen, heisst es in der Mitteilung weiter.

Die Nagra hat beim Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation UVEK nun insgesamt 23 Gesuche für Tiefbohrungen eingereicht. Diese sollen das geologische Gesamtbild der Standortregionen Jura Ost, Nördlich Lägern und Zürich Nordost vervollständigen und so eine wissenschaftlich begründete Wahl der sichersten Tiefenlagerstandorte ermöglichen.

Mittlerweile liegen gemäss Nagra drei Bewilligungen vor, weitere werden im Laufe der nächsten Wochen und Monate erwartet. Wie viele Bohrungen tatsächlich durchgeführt werden müssen, um das geologische Gesamtbild zu vervollständigen, hängt von den Ergebnissen ab. Es ist laut Nagra nicht geplant, alle 23 Bohrungen durchzuführen.