Zürich
Quartierwandel 2014– Zürcher Stadtquartiere ziehen magisch an

Die Stadtrundgänge des Projekts «Quartierwandel» haben an Beliebtheit gewonnen und sind daher immer schneller ausgebucht. Das lebendige Zürich scheint zu gefallen. Die Projektleitung erhofft sich jedoch noch mehr Zulauf aus dem jüngeren Publikum.

Anja Mosbeck
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Quartierwandel 2014
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Quartierwandel Hottingen.
Stauffacherbrücke, Quartierwandel Werd/Selnau.
Segetenweg, Quartierwandel Witikon.

Quartierwandel 2014

Stadt Zürich Sozialdepartement

Die Stadt Zürich unterliegt einem permanenten Wandel: Ob baulich oder gesellschaftlich, die Veränderungsprozesse nehmen Einfluss auf das Zusammenleben in den Stadtquartieren.

Die Sozialen Dienste der Stadt Zürich haben es sich darum zur Aufgabe gemacht, dieses allgegenwärtige Thema, unter dem Namen «Quartierwandel» an den Zürcher zu bringen. Organisierte Stadttouren durch ausgelesene Zürcher Quartiere, sollen einen Einblick in die Initiativen verschiedenster Bevölkerungsgruppen ermöglichen und das Engagement der Bewohnerinnen und Bewohner bei der Gestaltung ihrer Nachbarschaft zeigen. Prominente Quartiersplätze werden durchstreift und versteckte Gemeinschaftsgärten entdeckt - diese teilweise unbekannten Stadtteile erzählen ihre ganz individuelle Geschichte.

Nach dem Erfolg im letzten Jahr, sind auch die diesjährigen Rundgänge heiss begehrt und folglich bereits wieder ausgebucht. Fazit: Das Projekt «Quartierwandel» scheint die Zürcher Stadtbevölkerung magisch anzuziehen.

Cornelia Alb, Projektleiterin Quartierwandel, bestätigt den rasanten Anstieg der Nachfrage und bezeichnet die Quartiertouren als «dankbares Medium» der Informationsvermittlung. Zum einen, würden die Besucher den «familiären Charakter» der circa 30-köpfigen Tourgruppen schätzen. Während zwei Stunden sei man gemeinsam unterwegs, erfahre bisher Unbekanntes und tausche sich rege untereinander aus. Cornelia Alb erklärt zudem, dass sie immer wieder Protagonisten engagiere, welche einen starken Bezug zum jeweiligen Quartier hätten und deshalb ihre persönliche Geschichte an die Gruppe weitergeben könnten. «Dies ist natürlich besonders attraktiv und erlebnisreich für die Teilnehmer, denn sie werden auf emotionaler Ebene berührt», sagt Alb.

Die Projektleiterin betont, wie wichtig es sei, hinter die Fassade der Stadt zu schauen, vor allem auch, um einen Einblick in das Zusammenleben inmitten des gesellschaftlichen Wandels zu erhalten. Für einige ältere Zürcher und Zürcherinnen sei das Projekt «Quartierwandel» bereits zum Hobby geworden. Doch neben diesen eingeschworenen «Stammgästen», wäre es bereichernd für alle Teilnehmer, wenn auch das Interesse der jüngeren Zürcher Bevölkerung noch mehr geweckt werden könnte.