Zürich

Quartierverein blitzt ab: Bellerivestrasse wird nicht zu Tempo-30-Zone

Tempo 30 wird an der Bellerievestrasse nicht eingeführt.

Tempo 30 wird an der Bellerievestrasse nicht eingeführt.

Der Zürcher Stadtrat hält nichts von einer Tempo-30-Zone auf der Bellerivestrasse. Dem Ansinnen des Quartiervereins Riesbach für einen entsprechenden Versuch erteilt Polizeivorstand Richard Wolff (AL) eine Absage.

In der Stadt Zürich sind zehntausende Menschen übermässig von Verkehrslärm betroffen. Der Bund gibt der Stadt bis 2018 Zeit, um diese zu entlasten.

Die Lärmschutzverordnung verlangt primär, den Lärm an der Quelle zu bekämpfen. Daraus resultierte in Zürich unter anderem das "Zonenkonzept Tempo 30 auf kommunalen Strassen", das der Stadtrat im Mai 2012 vorstellte.

Die Umsetzung des Konzepts kommt jedoch nicht so zügig voran, wie dies der Stadtrat gern hätte. Denn sobald die Stadt die geplanten Tempo-30-Zonen im "Amtsblatt" publiziert, erheben die Zürcher Sektionen des Automobil Clubs der Schweiz (ACS) und des Touring Club Schweiz (TCS) in der Regel Einsprache.

Dem Ansinnen des Quartiervereins Riesbach erteilt nun jedoch der Stadtrat eine Absage, wie der "Tages-Anzeiger" am Donnerstag berichtete. Der Verein fordert gemäss Homepage für den ganzen Kreis 8 eine mehrwöchige Versuchsphase im Januar 2016 mit Tempo 30. Zudem soll der Strassenraum auf der Bellerivestrasse/Utoquai zwischen Bellevue und Stadtgrenze auf zwei Fahrspuren und eine seeseitige Velospur begrenzt werden.

Fehlende VoraussetzungenIn seinem Schreiben an den Quartierverein hält Wolff unter anderem fest, dass mit Testphasen in der Regel zukünftig gewünschte Verkehrssituationen errichtet würden, um daraus Erkenntnisse für einen endgültigen Entscheid zu gewinnen. Diese Voraussetzung sei im vorliegenden Fall nicht gegeben, denn die Bellerivestrasse werde 2018/19 saniert unter der Voraussetzung, dass es bei vier Fahrspuren und Tempo 50 bleibe.

Tempo 30 im ganzen Kreis 8 kommt für Wolff auch nicht infrage, weil dann auch die Trams der Linien 2, 4 und 11 sowie die Forchbahn mit 30 km/h fahren müssten. Er weist ferner darauf hin, dass im Kreis 8 auf vielen Strassenzügen Tempo 30 verfügt, aber durch Einsprachen blockiert sei.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1