Statt deutsch büffeln stand "zivilgesellschaftliches Engagement" auf dem Stundenplan, wie die ASZ in einer Mitteilung schreibt. Der ganze Unterricht habe sich um die Frage gedreht, wie die Schule ein neues Schulhaus bekommen soll.

Seit 2009 führt die ASZ kostenlose Deutschkurse für Sans-Papiers durch. Seither besetzte sie immer wieder leerstehende Häuser, um ihren Unterricht durchführen zu können. In den letzten drei Jahren war sie in einer Baracke beim Güterbahnhof zu Hause. Ende März muss diese jedoch dem Bau des Polizei- und Justizzentrums (PJZ) weichen.

"Wir werden uns nicht in Luft auflösen", heisst es in einem Brief an die Zürcher Stadtpräsidentin Corine Mauch. "Nur wenn man gut sprechen kann, kann man sich in die Gesellschaft integrieren. Das ist nur möglich, wenn wir ein Schulhaus haben."

Gefragt sei nun die Stadt Zürich als Immobilienbesitzerin, heisst es in der Mitteilung. Sie soll der ASZ Räume für zehn Klassen mit 200 Schülerinnen und Schülern zur Verfügung stellen.