Die 40-Jährige wurde wegen mehrfachen Raubes, mehrfachen Diebstahls, Erpressung, Wuchers und weiteren Nebendelikten verurteilt. Für die Hälfte der teilbedingten Strafe gilt eine Probezeit von zwei Jahren. Zudem muss die Beschuldigte mehreren Freiern Schadenersatz von insgesamt 32'000 Franken zahlen.

Abfüllen, betäuben und abkassieren: So haben die «Chilli`s»-Prostituierten ihre Freier abgezockt.

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Die Frau war im November 2013 festgenommen worden. Im vergangenen Juli wurde sie aus der Haft entlassen. Damit hat sie 592 Tage der Strafe bereits verbüsst. Die Verhandlung fand im abgekürzten Verfahren statt.

Wegen des umfassenden Geständnisses der Angeklagten war der Sachverhalt vor Gericht unbestritten. Demnach hatte die Frau ab Herbst 2012 ein Jahr lang ein halbes Dutzend Freier verführt, mit Schlaftabletten betäubt und finanziell ausgenommen.

Die heute arbeitslose Frau galt als Drahtzieherin und arbeitete mit einigen Berufskolleginnen eng zusammen. Eine der Frauen war beispielsweise mit der Aufgabe betraut, die PIN-Codes der angetrunkenen Opfer ausfindig zu machen. Nachdem die Freier eingeschlafen waren, behändigte die Beschuldigte die Kreditkarten plünderte die Konten.

Der Deliktsbetrag beläuft sich auf insgesamt 75'200 Franken. Ein Teil der Gelder floss dem damaligen Chef des Etablissements zu.

Die verheiratete Beschuldigte gab vor Gericht alles zu. Sie sagte, dass sie trotz drohender Ausschaffung weiter in der Schweiz leben wolle.