Die Projektgruppe stelle Pfäffikon ein gutes Zeugnis bezüglich Gewalt im öffentlichen Raum und im Bereich Schule aus, schreibt die Gemeinde in einer Mitteilung vom Mittwoch. Anlass zur Sorge gebe jedoch, dass Jugendliche und junge Erwachsene ohne Anschlusslösung oder Lehrstelle keinen Zugang zu unterstützenden Diensten finden.

Die aus verschiedenen Interessengruppen zusammengesetzte Projektgruppe empfiehlt deshalb, eine Interventionsgruppe einzusetzen. Diese soll sich konkreten Einzelfällen annehmen und Handlungsanweisungen für den Umgang mit auffälligen Jugendlichen und jungen Erwachsenen erarbeiten.

Die Interventionsgruppe soll so sicherstellen, dass Probleme nicht nur erkannt, sondern auch frühzeitig Lösungen gefunden werden können. Eine Integration der jungen Erwachsenen in die Arbeitswelt spare Kosten, heisst es in der Mitteilung.

Probleme frühzeitig erkennen

Eine Initiativgruppe soll strategisch tätig sein und längerfristige Ziele zur Sicherstellung einer gesunden und gewaltfreien Gesellschaft in der Gemeinde erarbeiten. Dabei soll sie Tendenzen erkennen und proaktiv handeln, indem sie dem Gemeinderat Projekte zur Umsetzung empfiehlt.

Das Projekt "Profil G (gewaltfrei)" war vor drei Jahren vom Gemeindepräsidentenverband Kanton Zürich, der kantonalen Kinder- und Jugendförderung okaj und der Schweizerischen Gesundheitsstiftung Radix gestartet worden. Pilotgemeinden waren neben Pfäffikon Henggart und Rümlang.

Pilotgemeinden erhielten die Chance, sich kostenlos bei der Planung und Umsetzung von Massnahmen der Gewaltprävention professionell unterstützen zu lassen. In Pfäffikon hat die Projektgruppe Erhebungen zum Thema Gewalt in den Bereichen öffentlicher Raum, Schule, Bezugsgruppen ähnlichen Alters, Nachbarschaft, Familie und Individium durchgeführt.