Sexting oder Cybermobbing an Schulen wird immer häufiger: Jede dritte Schülerin und jeder zehnte Schüler wurde schon im Internet belästigt. Diese Problematik erkennt auch der Kanton Zürich und will ab nächstem Schuljahr präventive Massnahmen ergreifen.

In der vierten Primarklasse werden laut dem Regionaljournal Zürich Schaffhausen neu Instruktoren der Kantonspolizei Zürich die Schüler über die Risiken im Umgang mit dem Internet informieren. In der zweiten Sekundarschule folgen dann handfestere Themen wie der Umgang mit sozialen Medien und die damit verbundenen Gefahren von Cybermobbing und Sexting.

Prävention auf Kosten der Verkehrskunde

Weil das Engagement in der Kriminalprävention ausgebaut wird, baut die Polizei Unterrichtslektionen zur Verkehrssicherheit ab. Betroffen davon ist die 1. Primarklasse, deren Verkehrskunde ab nächstem Schuljahr gestrichen wird. Reinhard Brunner, Chef der Präventionsabteilung der Kantonspolizei Zürich, findet dies legitim: "Kinder wissen in der 1. Klasse, wie sie sich in Verkehrssituationen verhalten müssen, da dies bereits im Kindergarten vertieft behandelt wurde", erklärt er dem Regionaljournal. 

Auch der Zürcher Lehrerinnen- und Lehrerverband unterstütze diesen Entscheid. Präsident Lilo Lätzsch halte es für sinnvoll, dass Polizisten über Probleme mit dem Handy und Internet informieren. Es habe einen grösseren Einfluss auf Schüler, wenn ausgewachsene Fachleute über solche Themen sprechen.