Krankenkassenprämien

Prämienzahl-Verweigerer auf Listen setzen, lohnt sich nicht

(Symbolbild)

Der Kanton Zürich verzichtet auf die Einführung einer "Schwarzen Liste".

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Versicherte, welche ihre Krankenkassenprämien nicht zahlen, auf eine spezielle Liste zu setzen, lohnt sich nicht. Das ergibt eine Studie, welche die Zürcher Gesundheitsdirektion erstellen liess. Die Ergebnisse wurden am Montag publiziert.

Die Einführung einer "Schwarzen Liste" stand im Kanton Zürich vor etwa drei Jahren zur Diskussion. Aufgeführt würden Versicherte, welche trotz Betreibung ihre Prämien nicht zahlen. Der Kanton Zürich verzichtete darauf. Regierung und Parlament des Kantons Zürich waren überzeugt, dass der Aufwand weit über einem allfälligen Nutzen läge.

Gesundheitsdirektor Thomas Heiniger (FDP) gab dem Basler Büro B, S, S den Auftrag zu einer Studie über Kosten und Nutzen solcher Listen. Die Autoren verglichen die Entwicklung der Zahlungsmoral in drei Kantonen mit jener in drei Kantonen ohne Liste, wie die Kommunikationsstelle des Regierungsrates mitteilte.

Sie kamen zum Schluss: "Die Unterschiede sind statistisch nicht signifikant." Teils sei die Zahlungsmoral in Kantonen ohne Liste gar besser. Ein Nutzen der Liste könne demnach nicht belegt werden. Wohingegen unbestritten sei, das der Aufwand, um sie zu führen gross wäre.

Gemäss Studie müssten im Kanton Zürich mit rund einer halben Million Franken für die Einführung gerechnet werden. Für das Führen der Liste würden dann jährliche Aufwendungen von 1 bis 1,8 Millionen Franken anfallen.

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