Öffentlicher Verkehr
Postauto passt sich ZVV an und baut Angebot in Region-Zürich massiv aus

Neue Linienführungen, häufigere Abfahrten und stabilere Anschlüsse: Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember erneuert die PostAuto AG ihr Liniennetz in der Region Zürich von Grund auf. Insbesondere sollen die Anschlüsse an den Bahnhöfen verbessert werden.

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«Niemand soll mehr zum Bahnhof rennen müssen», sagt Postauto AG. (Symbolbild)

«Niemand soll mehr zum Bahnhof rennen müssen», sagt Postauto AG. (Symbolbild)

Keystone

Der Fahrplanwechsel vom 13. Dezember werde die grösste Anpassung seit Einführung des Zürcher Verkehrsverbundes (ZVV) bringen, schreibt PostAuto AG in einer Mitteilung vom Donnerstag. Viele S-Bahn-Achsen erhielten neuen Liniennummern und dichtere Fahrpläne.

Die vielen geplanten Änderungen bei den S-Bahnen habe PostAuto AG zum Anlass genommen, das eigene Liniennetz grundlegend zu überprüfen und das Angebot in einem grossen Erneuerungsschritt an die veränderten Mobilitätsbedürfnisse anzupassen.

So wurde mit dem ZVV vereinbart, dass jährlich über 10 Millionen Franken mehr als heute in den wachsenden Postautoverkehr investiert und das Postautoangebot um 22 Prozent ausgebaut wird. Dabei gehe es einerseits darum, Anschlüsse an die neuen Zugsabfahrtszeiten herzustellen und auf gut ausgelasteten Linien das Angebot zu verdichten.

Laut PostAuto Region Zürich gelten vielerorts immer noch Fahrpläne von 1990, als der ZVV gegründet wurde. Seither habe es ein starkes Wachstum gegeben bei den Fahrgästen, den Billettverkäufen sowie bei der Anzahl Haltestellen. Zugleich hätten jedoch Beeinträchtigungen durch das allgemeine Verkehrswachstum zugenommen.

Niemand soll zum Bahnhof rennen müssen. Aus diesem Grund sei es notwendig, dass die Fahrzeiten der Postautos und die Umsteigezeiten angepasst und verlängert werden. "PostAuto will, dass die Fahrgäste ihren Bahnhof und die Anschlüsse pünktlich erreichen und nicht rennen müssen", heisst es in der Mitteilung.

Dank einer neuen Fünf-Minuten-Regel können Zugsverspätungen von bis zu fünf Minuten abgewartet werden, ohne Folgeanschlüsse zu gefährden. Zudem werden die Postautos künftig auf verschiedenen Linien auch in Randzeiten von Montag bis Samstag durchgehend alle 30 Minuten fahren.

Die vielen Anpassungen sind auf einzelnen Linien auch mit Nachteilen verbunden. So sind etwa in Affoltern am Albis wegen des geänderten Bahnfahrplans nicht mehr gleichzeitig Zuganschlüsse nach Zürich und Zug möglich. Aufgrund der Fahrgastströme müsse Zürich priorisiert werden, was Verschlechterungen der Anschlüsse nach Zug mit sich bringe, heisst es in der Mitteilung.

Bis zum 29. März sind die Fahrplanentwürfe aller ZVV-Bahn- und Buslinien mit den Änderungen auf der ZVV-Homepage abrufbar. Alle Interessierten können bis zum 31. März an die Gemeinde eine schriftliche Eingabe machen. (sda)