Totenfreiden
Posieren vor der Kamera mit Leichenteilen ist nicht strafbar

Die zwei ehemaligen Mitarbeiter der Universität Zürich, welche sich mit Leichenteilen fotografiert hatten und die Bilder danach ins Internet stellten, haben keine Straftat begangen. Zu diesem Schluss kommt der Staatsanwalt.

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Die Universität Zürich Irchel (Archiv)

Die Universität Zürich Irchel (Archiv)

Keystone

Anfang August war bekannt geworden, dass eine Aushilfskraft unerlaubt Präparate der anatomischen Sammlung der Universität fotografiert, diese bearbeitet und auf dem Bilderdienst «Instagram» veröffentlicht hat. Auf einem der Fotos posierte eine Praktikantin des Anatomischen Instituts mit einem präparierten menschlichen Arm in den Händen. ie Aushilfskraft und die Praktikantin arbeiten inzwischen nicht mehr am Anatomischen Institut.

Die Polizei nahm die Ermittlungen wegen «Störung des Totenfriedens» auf. Auf Anfrage des «Regionaljournals Zürich Schaffhausen» erklärt der zuständige Staatsanwalt, dass es nun aber zu keinem Strafverfahren kommen wird.

Der gesetzliche Artiklel, auf den die Klage gestützt worden wäre, sei für diesen Fall nicht anwendbar. Die beiden Mitarbeiter der Uni kommen also straffrei davon.