Patrick Jean sendet mit Kommentaren versehene Fotos auf Instagram und Facebook. Seine Instragram-Abonnenten belaufen sich bereits auf 559; auf der offiziellen Facebook-Seite hat er bereits über 2000 Freunde. Und das nach nur zwei Monaten seit seiner Aufschaltung.

Als ersten Facebook-Eintrag erklärt der Korporal das Projekt der Stadtpolizei. Es nennt sich "Internet Community Policing", kurs iCoP. Er wolle dem Publikum damit Einblicke in seinen Alltag als Polizist gewähren.

Gezieltes Image vermitteln

Die Probleme, die entstehen, wenn Armee oder Polizei sich selbst dokumentieren, sind bekannt. Gezielt wird genau das Bild vermittelt, das vermittelt werden will. Beim veröffentlichten Material von Stapo Jean ist dies das Image des in seinen Beruf verliebten „Buddy“-Polizisten. Immer gut drauf, harte Aufträge leicht nehmend und brenzlige Situationen locker.

So schreibt er etwa neben das Bild, das ihn mit einer Gruppe Nachtruhestörer zeigt: „Wir haben tolle junge Leute im Oerlikerpark angetroffen und auf die schlafende Nachbarschaft aufmerksam gemacht“. Die Gruppe junger Leute hinter ihm, die er wohl gerade wegen des Lärms gescholten hatte, scheinen alle Fans von ihm zu sein.

Der Kritik ist die Stadtpolizei Zürich wohl nicht abgeneigt, immerhin wird auf dem Facebook-Profil von Stapo Jean zu Fragen, Anregungen und Kommentare aufgerufen. Negatives liest man dort aber noch nicht.

Gemäss einer Meldung auf seiner Facebook-Seite ist Jean bis 26. Juli in den Ferien. Danach darf man wieder auf neue Schnappschüsse hoffen.