Allein seit Mitte August erhielt die Kantonspolizei 30 Betrugsversuche via Enkeltrick. Im Bezirk Bülach wurde ein Rentner durch einen vermeintlichen «Enkel» um mehrere zehntausend Franken erleichtert.

Die Betrüger gehen immer auf dieselbe Weise vor. Via Telefon fragen sie zuerst die angerufene ältere Person aus und geben dann vor, ein Verwandter oder Bekannter zu sein, der sich in einer Notlage befindet. Mit «Du kennst mich doch» oder «Hallo, rat mal wer dich anruft» usw. werden die Opfer auf hochdeutsch oder italienisch in Gespräche verwickelt, die jeweils mit einer Geldforderung enden. Dabei ist es auch möglich, dass die Betrüger lediglich ein Darlehen wünschen. Als Grund geben sie dabei oft einen kürzlichen Hauskauf an.

Oft wird der Rentner danach noch mehrere Male vom Betrüger angerufen, um den Druck zu erhöhen und ihn zur Abhebung einer grossen Summe Bargeld zu bewegen. Um die betrogene Person unter Kontrolle halten zu können, tätigen sie auch Anrufe, bei denen sie sich als Polizei, vom Finanzamt o.ä. Organisationen ausgeben.

Ringt sich der Senior zur Geldübergabe durch, so werden ihm nicht selten seine ganzen Ersparnisse erbeutet.

Die Kantonspolizei Zürich rät daher:

  • Seien Sie immer misstrauisch, wenn Sie einen angegebenen Verwandten am Telefon nicht sofort kennen. Stellen Sie ihm Fragen, die nur echte Familienmitglieder richtig beantworten können. Nennen Sie niemals Namen Ihrer Verwandten am Telefon.
  • Sagen Sie auch bei angeblichen Notfällen, Sie müssten erst Rücksprache halten und legen den Hörer auf. Folgen Sie nicht der Aufforderung, Bargeld bei Ihrer Bank zu beschaffen. Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an Unbekannte.
  • Melden Sie verdächtige Anrufe immer sofort der Polizei (117 oder 044 247 22 11).