Demonstration

Polizei verhindert Demo linker Aktivisten in der Zürcher Innenstadt

Polizisten bei einer Kontrolle des besetzten Binz-Areals am 5. März.

Polizisten bei einer Kontrolle des besetzten Binz-Areals am 5. März.

Die Stadtpolizei Zürich hat am Samstagnachmittag mit Hilfe der Kantonspolizei eine Demonstration in der Zürcher Innenstadt verhindert. Aufgerufen zum «demonstrativen Stadtspaziergang» hatten linke Aktivisten, die sich gegen die Quartieraufwertung engagieren.

Die Aktivisten hatten für den Samstagnachmittag unter dem Motto «Wir bleiben alle!» zu einem «demonstrativen Stadtspaziergang» am Idaplatz aufgerufen. Mit ihrem Widerstand gegen die Quartieraufwertung wollen sie laut einem Kommuniqué gegen die «soziale Vertreibung» von Personen protestieren, die sich die Preise in der Innenstadt nicht mehr leisten können.

Um 16 Uhr versammelten sich am Idaplatz etwa 80 Personen. Anwesend war auch die bekannte Aktivistin Andrea Stauffacher. Die Versammlung löste sich nach einer halben Stunde auf. Gegen halb sechs kam es zu einer erneuten Versammlung vermummter Demonstranten in der Bäckeranlage im Kreis 4, wo Stauffacher eine Rede hielt. Die Polizei sperrte die Anlage ab und führte Personenkontrollen durch. Zu Ausschreitungen oder Sachbeschädigungen kam es nicht, wie Marco Cortesi, Sprecher der Stadtpolizei, gegenüber dem «Tagesanzeiger» bestätigte. Im Rahmen des Polizeieinsatzes waren auch Wasserwerfer und Gitterwagen im Einsatz.

Laut einem Schreiben, das dem «Tagesanzeiger» vorliegt, haben die Binz-Besetzer mit der Aktion nichts zu tun. Sie distanzieren sich darin von Andrea Stauffacher.

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