Zürich
Polizei stellt Bilder von 1.-Mai-Demonstranten ins Internet

Die Stadtpolizei Zürich stellt am kommenden Dienstag die Bilder von fünf Personen ins Internet, die nach dem diesjährigen offiziellen 1.- Mai-Umzug Polizisten mit Steinen und Flaschen attackiert hatten.

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Am 1. Mai kam es in Zürich zu Scharmützeln zwischen Demonstranten und Polizei. (Archiv)

Am 1. Mai kam es in Zürich zu Scharmützeln zwischen Demonstranten und Polizei. (Archiv)

Keystone

Nachdem die polizeilichen Mittel zur Identifikation ausgeschöpft seien, würden im Auftrag der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl am 24. November ab zirka 10 Uhr auf der Website der Stadtpolizei verpixelte Bilder der fünf Unbekannten veröffentlicht, heisst es in einer Mitteilung vom Dienstag. Ihnen wird Gewalt und Drohung gegen Behörden und Beamte vorgeworfen. Von der Veröffentlichung abgesehen werde, wenn sich Tatverdächtige vor diesem Zeitpunkt bei der Stadtpolizei meldeten.

Nach dem offiziellen 1.-Mai-Umzug waren Stadt- und Kantonspolizei mit einem starken Aufgebot rund um dem Helvetiaplatz präsent, weil Linksautonome zu einer unbewilligten Nachdemo aufgerufen hatten. Als sich kurz nach 15 Uhr auf dem Kanzleiareal ein Demonstrationszug formierte, riegelten Polizeigrenadiere die umliegenden Strassen ab.

Die Demonstranten zogen sich daraufhin zwar zurück, doch kam es bis zum Abend immer wieder zu Scharmützeln. Polizisten wurden verbal provoziert und gezielt aus dem Pulk heraus mit Stein- und Flaschenwürfen attackiert. Verletzt wurde niemand.

Wie es in der Mitteilung der Stadtpolizei und der Staatsanwaltschaft weiter heisst, konnten zehn Tatverdächtige ermittelt und identifiziert werden. Fünf weitere Personen, die aufgrund von Foto- und Videoaufnahmen mit Straftaten in Verbindung gebracht werden konnten, blieben dagegen unerkannt.