Das Konzert war unter dem Motto «Rock fürs Vaterland» angekündigt. Mehrere in der rechtsextremen Szene verkehrende Bands sollten am 1. August im Grossraum Zürich auftreten, der Ort blieb bis zuletzt unbekannt – weitere Infos folgen, hiess es auf dem Flyer, der im Internet kursierte.

Wie die Berner Antifa in einem Communiqé am Sonntag schreibt, fand das Konzert offenbar in Schönenberg statt. «Einige hundert» Personen aus rechtsextremen Kreisen nahmen demnach teil. Die Polizei bestätigte dies gegenüber dem News-Portal «watson».

«Wir hatten am Samstag nach intensiven polizeilichen Ermittlungen von dem Konzert erfahren und führten über 100 Kontrollen durch», so Werner Schaub, Mediensprecher der Kapo Zürich. Dabei seien aber keine Straftaten festgestellt worden. Die Teilnehmer seien teilweise auch aus dem Ausland angereist. 

Beim Konzert selber war die Kapo dann nicht mehr anwesend. Für Ermittlungen bestehe keine rechtliche Handhabe, so Schaub. «Das Konzert fand auf einem Privatgrundstück statt, es wurden keine Straftaten festgestellt und Klagen aus der Anwohnerschaft gab es auch nicht.»

Organisiert wurde das Konzert von dem rechtsextremen Netzwerk Blood & Honour. Neben der Zürcher Band Amok, deren Frontmann Anfang Juli in die Schlagzeilen geriet, als er während eines Neonazi-Polterabends in Wiedikon einen Juden beschimpfte und ins Gesicht spuckte, traten angeblich auch international bekannte Vertreter der Nazi-Skin-Szene auf: Die Lunikoff Verschwörung, eine Rechtsrock-Band aus dem Raum Berlin, wurde von ehemaligen Mitgliedern von Landser gegründet – die bis zu ihrer Auflösung 2001 bekannteste deutsche Neonazi-Band. (wst)

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