Starssenverkehr
Polizei hat im Kanton Zürich 20 Raser aus dem Verkehr gezogen

Wer auf Schweizer Strassen rast, muss seit Anfang Jahr mit drakonischen Bussen und Gefängnis rechnen. Im Kanton Zürich läuft bereits gegen 20 Raser ein Strafverfahren. Ihnen droht ein Jahr Gefängnis. Den Führerausweis sind sie für zwei Jahre los.

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Raserunfall am Limmatquai Ende April.

Raserunfall am Limmatquai Ende April.

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Billet für zwei Jahre abgeben, Auto konfisziet, drakonische Bussen und im schlimmsten Fall mindestens ein Jahr Gefängnis: Das droht sei Anfang Jahr Rasern auf Schweizer Strassen. Die Strafverschärfung ist Teil von Via sicura, dem am 1. Januar in Kraft getretenen Verkehrssicherheitsprogramm des Bundes.

Als Raser gilt seither, wer die Geschwindigkeit in der 30-km/h-Zone um 40 km/h überschreitet, innerorts um 50 km/h zu schnell ist, ausserorts mit 60 km/h zu schnell fährt und auf der Autobahn mit 80 km/h zu schnell unterwegs ist. Auch waghalsige Überholmanöver, Zickzack-Fahren und Autorennen gelten als Raserei.

Waadt - der Raserkanton

Nach sieben Monaten zeigen die Strafverschärfungen auf Züricher Strassen noch nicht die gewünschte Wirkung. Bereits gegen 20 Raser läuft ein Strafverfahren, wie Staatsanwalt Jürg Boll gegenüber dem Tages-Anzeiger erklärt. Nur im Waadtland wurden seit Anfang Jahr mehr Raser angehalten, nämlich 36. Im Nachbarkanton Aargau sind es 19.

Im Aargau hat auch bereits der erster Raserprozess stattgefunden. Das Bezirksgericht Brugg verurteilte Mitte Juni einen 23-jährigen Mann, der mit 146 km/h über den Bözberg gerast ist, zu 18 Monaten bedingt und zu einer Geldstrafe von 150 Tagessätzen à 80 Franken sowie zu einer Busse von 2400 Franken verdonnert. Es war kein sehr strenges Urteil.