Occupy-Bewegung
Politisch aktive Kirchen: Zürcher Regierung mischt sich nicht ein

Wie stark darf sich eine Kirche in politische Angelegenheiten einmischen? Von der Zürcher Regierung ist dazu keine Antwort zu erwarten, wie die EDU-Kantonsratsfraktion erfahren musste. Die Antwort auf ihre Frage fiel entsprechend knapp aus.

Merken
Drucken
Teilen
Zelte der Occupy-Bewegung am Stauffacher in Zürich (Archiv)

Zelte der Occupy-Bewegung am Stauffacher in Zürich (Archiv)

Keystone

Zu innerkirchlichen Angelegenheiten äussere sich die Regierung nicht, schreibt der Zürcher Regierungsrat in der am Donnerstag veröffentlichten Antwort auf diese EDU-Anfrage.

Diese Grundhaltung vertritt die Regierung auch dann, wenn es sich um das politische Engagement der Kirchen handelt, konkret um das Verhalten der evangelisch-reformierten Landeskirche bei den Occupy- Demonstrationen vom letzten Jahr.

Kirchenaustritte wegen Occupy-Engagement

Dass die Demonstranten ihre Zelte auf dem Areal der Kirchgemeinde St. Jakob am Stauffacher aufschlagen durften, bezeichnete die EDU in ihrer Anfrage als «unnötige, ja schädigende politische Aktion».

Die evangelisch-reformierte Kirche habe damit ihr Image als politisch eher links stehende Organisation verstärkt, statt sich um ihren Kernauftrag, die Verkündigung des biblisch-christlichen Zeugnisses, zu kümmern.

Weil es im Zusammenhang mit diesem Engagement zu mehreren Kirchenaustritten kam, fragte die EDU bei der Regierung nach, ob diesbezüglich «Massnahmen geplant» seien, etwa der Ausschluss der Kirchgemeinde.