Zürich

Politikerin und Frauenrechts-Pionierin Liselotte Meyer-Fröhlich gestorben

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Die Juristin und FDP-Politikerin starb am vergangenen Samstag 91-jährig nach kurzer Krankheit, wie Todesanzeigen in der «Neuen Zürcher Zeitung» und im «Tages-Anzeiger» am Mittwoch meldeten.

Liselotte Meyer-Fröhlich war vielen Frauen ihrer und späterer Generationen ein Vorbild. Beharrlich und mutig setzte sie sich für die Rechte der Frauen ein.

Sie tat es in einer Zeit, als dies "noch viel happiger" war als es heute ist, wie alt Kantonsrätin Franziska Frey-Wettstein zur sda sagte. Frey-Wettstein war eine - wenn auch Jahre jüngere - Zeitgenossin und Parteikollegin Meyer-Fröhlichs. Sie habe sich denn auch "immer wieder in die Nesseln gesetzt".

Von 1970 bis 1982 sass Meyer-Fröhlich im Zürcher Gemeinderat, von 1983 bis 1987 war sie Mitglied der FDP-Fraktion des Kantonsrats. Dort war sie die erste Frau, welche die Geschäftsprüfungskommission (GPK) präsidierte, erinnert sich Andrea Gisler, Präsidentin der Zürcher Frauenzentrale. Unter anderem habe sie sich "sehr stark fürs neue Ehe- und Erbrecht engagiert", das 1988 in Kraft trat.
Ehrenpräsidentin der Zürcher Frauenzentrale

1964 wurde Meyer-Fröhlich in den Vorstand der Zürcher Frauenzentrale gewählt. Sie präsidierte die Organisation, die dieses Jahr ihr 100-jähriges Bestehen feiert, von 1974 bis 1982. 2007 wurde sie zur Ehrenpräsidentin ernannt.

Bis wenige Tage vor ihrem Tod sei sie interessiert, belesen, fröhlich und diskussionsfreudig gewesen, schreiben die Angehörigen in der Todesanzeige. Die Abdankung findet am 7. Mai um 11.30 Uhr in der Grossen Kirche Fluntern statt. (sda)

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