So wurde es auf jeden Fall der SP-Gemeinderätin Rosmarie Joss zugetragen, die sich deshalb mit einer Interpellation an den Stadtrat wandte.

Denn dass pflegebedürftige Dietikerinnen und Dietiker offenbar bereits wieder auswärts platziert würden, findet Joss nicht nur aus psychologischen, sondern auch aus praktischen Gründen bedenklich: «Gerade im Alter ist es wichtig, dass jemand in seiner angestammten Umgebung bleiben kann», schreibt sie. Auch für die Bekannten der Pflegebedürftigen sei es wichtig, dass sie nicht allzu weite Wege für einen Besuch unter die Füsse nehmen müssten, seien diese doch oft selbst nicht mehr die Jüngsten.

Joss will vom Stadtrat deshalb wissen, wie es um die Alterspflegelandschaft in der Bezirkshauptstadt bestellt ist. Konkret interessiert sie, ob eine langfristige Planung für die Anzahl benötigter Plätze in den städtischen Altersheimen besteht, ob die Pflegeheimplätze in Dietikon ausgelastet seien, wie lange man heute auf einen solchen Platz warten muss und wie lange Wartezeiten der Stadtrat über die nächsten fünf Jahre erwartet.

Ebenso will die Gemeinderätin von der Exekutive erfahren, ob die Stadt bereits den Bau eines neuen Altersheims plant. Denn wie sie mit einem kleinen Seitenhieb an deren Adresse erklärt, werden «Altersheime genauso wie Schulhäuser nicht über Nacht geplant – geschweige denn gebaut». (rue)