Zürich
Piloten stellen der Fluggesellschaft Swiss ein Ultimatum

Der Verhandlungsknatsch bei der Schweizer Fluggesellschaft Swiss spitzt sich weiter zu. Der Pilotenverband will endlich Entscheidungen und setzt ihr Management mit einem Ultimatum unter Druck.

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Der Swiss-Pilotenverband wirft ihrem Management eine «Hinhaltetaktik, kombiniert mit stetig ändernden Forderungen» vor.

Der Swiss-Pilotenverband wirft ihrem Management eine «Hinhaltetaktik, kombiniert mit stetig ändernden Forderungen» vor.

Keystone

Sie stellt der Swiss ein Ultimatum für eine Zusammenlegung mit dem Jumbolino-Korps. Der Hintergrund: Vor einem Monat kamen die Verhandlungen über eine Zusammenlegung der beiden Pilotenkorps, beziehungsweise der beiden Firmen Swiss International und Swiss European, zu einem abrupten Ende.

Für das Management geht es bei der Zusammenlegung unter dem Namen Projekt X um das Erreichen von Synergien. Das Paket, welches von den Piloten erarbeitet wurde, ging Swiss-Chef Harry Hohmeister zu wenig weit.

Er forderte zusätzliche Zugeständnisse. Daraufhin boten die Aeropers dem Management an, entweder ihr Paket anzunehmen oder die Piloten über das deutlich strengere Paket des Managements abstimmen zu lassen.

Hohmeister, der seit Anfang Juli auch im Vorstand der Lufthansa in Frankfurt sitzt, liess sich Zeit - zu viel Zeit aus Sicht der Piloten.

Am Dienstagabend kam es zu einem weiteren Spitzentreffen zwischen den Verbänden und dem Management.

«Aufgrund mehrerer Kursänderungen durch die Geschäftsleitung der Swiss haben wir uns entschieden, der Swiss diese Wahlmöglichkeit zu entziehen», heisst es laut „Schweiz am Sonntag" in einem internen Schreiben der Aeropers und der IPG, dem Pilotenverband der Jumbolino-Crew.

Sie stellen der Swiss bis zum 24. Juli ein Ultimatum, danach verfällt das Angebot. Im Schreiben wird dem Management eine «Hinhaltetaktik, kombiniert mit stetig ändernden Forderungen», vorgeworfen.