Sexuelle Übergriffe
Pfleger des Unispitals Zürich vergreift sich an Frauen

Einem Anästhesiepfleger des Universitätsspitals Zürich (USZ) wird vorgeworfen, sich an Patientinnen sexuell vergangen zu haben. Der Mann wurde verhaftet und polizeilich befragt, wie Staatsanwalt Daniel Kloiber am Donnerstagabend auf TeleZüri sagte.

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Ein Pfleger des Universitätsspitals Zürich wurde verhaftet (Archiv)

Ein Pfleger des Universitätsspitals Zürich wurde verhaftet (Archiv)

Keystone

Der Staatsanwalt geht davon aus, dass sich der Pfleger im Aufwachraum über längere Zeit an mehreren Frauen sexuell vergangen hat. Aufgeflogen seien die Übergriffe, weil eine betroffene Patientin Anzeige erstattet habe.

Inzwischen habe die Staatsanwaltschaft zahlreiche Patientinnen des USZ angeschrieben und sich nach besonderen Vorkommnissen erkundigt, wie Kloiber im Interview sagte. Die Übergriffe sollen sich vor dem Aufwachen aus der Narkose ereignet haben.

Bei der Staatsanwaltschaft seien diverse Rückmeldungen eingegangen, sagte Kloiber weiter. Einige der Frauen, die sich gemeldet haben, habe die Polizei bereits befragt.

Die Staatsanwaltschaft habe das USZ informiert, dass gegen den Pfleger eine Strafuntersuchung eröffnet worden sei, sagte eine USZ- Sprecherin auf Anfrage. Aufgrund der erhobenen Vorwürfe habe man den Mann freigestellt. Weitere Fragen könne sie wegen des laufenden Verfahrens nicht beantworten, sagte die Sprecherin weiter.

Betroffen zeigte sich im Beitrag von TeleZüri Gesundheitsdirektor Thomas Heiniger. Die Vorfälle seien «nicht akzeptabel» und dürften nicht toleriert werden, sagte er.