Psychiatrie
Petition verlangt Untersuchung in Psychiatriezentrum Rheinau

Die Organisation «Reform 91», die sich für Strafgefangene und Randständige einsetzt, verlangt vom Zürcher Kantonsrat eine Untersuchung im Psychiatriezentrum Rheinau. Anlass ist ein Manifest eines Insassen, der sich gegen seine Behandlung wehrt.

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Psychiatrische Klinik in Rheinau

Psychiatrische Klinik in Rheinau

Keystone

Dass Insassen in einem Hochsicherheitstrakt noch zusätzlich an ihr Bett fixiert würden, sei unverhältnismässig und «praktizierende Folter», schreibt «Reform 91». Zwangsmedikation sei fragwürdig und verletzte das Persönlichkeitsrecht eines Patienten, heisst es weiter.

Er wehre sich gegen «psychische und physische Gewaltanwendung sowie Demütigungen» durch Justiz und Psychiatrie, hält der Insasse in seinem Manifest vom 5. September fest. Er erwähnt, er sei in den Hungerstreikt getreten.

Sein Protest richtet sich auch gegen eine «monatelange Isolation in reizarmem Rahmen eines Hochsicherheitstrakts». Die Zustände seien schlimmer als in einer durchschnittlichen Strafvollzugsanstalt. Der 45-jährige Mann hatte am 8. Juni 2010 in Schlatt TG eine Frau mit einem Messer verletzt.