Am 23. September wurde beim Hauptbahnhof Zürich ein Velofahrer von einem Lastwagen überrollt. Der 35-Jährige hatte starb noch auf der Unfallstelle. Für Tobias Zehnder war dieses Unglück der Auslöser um eine Onlinepetition zu starten, welche sichere Velowege fordert, wie der «Tages-Anzeiger» schreibt.

Zehnder schickte den Link zur Petition an gerade mal zehn Personen per E-Mail. Das Ergebnis war gewaltig. Bereits 3500 Personen unterschrieben die Petition und 700 hinterliessen einen Kommentar oder eine Schilderung eines persönlichen Erlebnisses.

Der Zürcher zeigt sich beeindruckt von diesem Echo und hofft mit dieser Petition ein Zeichen setzen zu können. Zehnder selbst verunfallte einmal an einer Stelle, welche die Stadt anfangs für sicher hielt. Nach dem Unfall meldete sich Zehnder bei der Tiefbauvorsteherin Ruth Genner (Grüne). Der Ort wurde noch einmal geprüft. Genner gab zu, dass die Verkehrsführung nicht optimal sei. Darauf wurden neue Markierungen angebracht, welche die Situation entschärfen sollten.

Die Verbindung der Petition mit dem Unglück vom 23. September freut das Tiefbauamt indes überhaupt nicht. An dieser Stelle, an der das Unglück passierte, sei in den letzten zehn Jahren kein Velounfall geschehen. Man bedaure jedoch den Unfall sehr. Spreche Mike Sgier erklärt gegenüber dem «Tages-Anzeiger» dass der Masterplan, der im letzten Jahr anlief, seine Zeit brauche und man nicht ganze Strassen für neue Velowege umbauen könne.