Kanton Zürich
Petition fordert Legalisierung von Sans-Papiers

Sans-Papiers im Kanton Zürich sollen einen regulären Aufenthaltsstatus erhalten. Eine Petition mit dieser Forderung hat die Sans-Papiers Anlaufstelle Zürich (Spaz) am Dienstag dem Regierungsrat übergeben. Spaz geht davon aus, dass im Kanton Zürich 28'000 Menschen ohne Papiere leben.

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Wegen des fehlenden Aufenthaltsstatus von Sans-Papier würden diese oftmals unter prekären Bedingungen arbeiten, laut der zuständigen Anlaufstelle für Sans-Papier (Spaz). (Symbolbild)

Wegen des fehlenden Aufenthaltsstatus von Sans-Papier würden diese oftmals unter prekären Bedingungen arbeiten, laut der zuständigen Anlaufstelle für Sans-Papier (Spaz). (Symbolbild)

Keystone

Wer schon lange im Kanton Zürich lebt und arbeitet, aber keine gültigen Papiere besitzt, müsse eine Aufenthaltsbewilligung bekommen. Dies fordert eine Petition der Spaz. Sie bezieht sich auf das Pilotprojekt "Operation Papyrus", welches im Kanton Genf erfolgreich umgesetzt werde.

Bislang haben dort laut einer Medienmitteilung der Anlaufstelle vom Dienstag 590 Sans-Papiers einen regulären Aufenthaltsstatus erhalten. "Genf ist der Kanton mit der höchsten Dichte an Sans-Papiers", sagte Bea Schwager von der Spaz auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Die Anzahl wird auf 13'000 geschätzt. Im Kanton Zürich geht man von 28'000 Sans-Papiers aus, die Zahlen stammen vom Staatssekretariat für Migration.

Schwager sieht die Sans-Papiers in der Beratung. Sie sagt: "Es sind viele und sie sind verschieden. Nicht alle erfüllen die Voraussetzungen für die Operation Papyrus."

Ohne gültige Papiere leben Männer, Frauen und Kinder im Kanton. Laut Spaz wohnen und arbeiten sie aufgrund des fehlenden Aufenthaltsstatus oft unter prekären Bedingungen. "Die Chance auf einen regulären Aufenthaltsstatus durch ein Härtefallgesuch ist bei der aktuellen Praxis im Kanton Zürich sehr gering", heisst es in der Mitteilung weiter.