Die Verkäuferinnen und Verkäufer aus dem Glattzentrum verlangen in der Petition, dass die Gemeinde den Antrag des Glattzentrums ablehnt und die beiden Sonntagsverkäufe untersagt. Bei den geplanten Verkaufstagen handelt es sich um Heiligabend und Silvester, die im Jahr 2017 gleich beide auf einen Sonntag fallen.

Die Gewerkschaft Unia unterstützt das Personal bei seinem Vorgehen, wie sie am Donnerstag in einer Mitteilung schrieb. Laut Unia ist das Verkaufspersonal in der Weihnachtszeit ohnehin stark belastet. Sonntagsverkäufe an Heiligabend und Silvester seien inakzeptabel und grenzten an Ausbeutung.

"Nicht für alle ein Feiertag"

Rageth Clavadetscher, Leiter des Glattzentrums, sagte auf Anfrage der sda, dass es durchaus Angestellte gebe, die gerne an solchen Sonntagen arbeiten würden. Nicht für alle seien dies Feiertage. Zudem solle das Glattzentrum an beiden Tagen nur bis 16 Uhr offen haben, nicht bis 18 Uhr wie an anderen Sonntagsverkäufen. Man wolle die Gelegenheit nicht verpassen, an zwei ganz speziellen Tagen geöffnet zu sein. "Wir bieten all jenen entspanntes Shopping, die sonst an diesen beiden Tagen immer gehetzt herumrennen."

Dieser Antrag erstaunt, denn die Sonntagsverkäufe vor einem Jahr liefen für viele Detailhändler nicht nach Wunsch. Der Gemeinderat von Wallisellen will voraussichtlich kommende Woche über den Antrag des Glattzentrums entscheiden. 

Rund 1250 Mitarbeitende

Das Glattzentrum ist auch mit 41 Jahren mit Abstand das umsatzstärkste Einkaufszentrum der Schweiz. 2015 machte es laut Geschäftsbericht 606 Millionen Franken Umsatz - rund 200 Millionen mehr als das Centre Balexert in Genf und das Shoppi Tivoli in Spreitenbach AG. In den rund 100 Geschäften und 13 Gatronomiebetrieben arbeiten rund 1250 Mitarbeitende.