Diese Zulassungsvorschrift ist korrekt, hat das Bundesverwaltungsgericht aufgrund einer Beschwerde eines Pensionierten entschieden.

Es bestehe wohl kaum die Gefahr, dass die ETH mit Scharen von Greisen überschwemmt werde, die vor vierzig Jahren eine heute nicht mehr existierende Prüfung zwei Mal nicht bestanden haben. Das schreibt der pensionierte Mann in seiner Stellungnahme an das Bundesverwaltungsgericht, der seinen Traum vom Physikstudium an der ETH definitiv abschreiben muss.

Nach seinen beiden Versuchen im Jahr 1970 wurde er vom Studium an der ETH Zürich ausgeschlossen. Neun Jahre später scheiterte er zwei Mal an der zweiten Vordiplomsprüfung in Mathematik an der Universität Zürich. Deshalb wurden ihm dort alle Studiengänge der mathematisch-naturwissenschaftlichen Fakultät verwehrt.

Keine Verjährung

Als sich der Pensionierte Ende April des vergangenen Jahres an der ETH für den Bachelorstudiengang Physik bewarb, winkte die Hochschule ab: Wer zwei Mal eine Prüfung nicht besteht, bleibt von der Immatrikulation in ein Bachelor- oder Masterstudium derselben oder einer vergleichbaren Studienrichtung ausgeschlossen. Eine Verjährung des Ausschlusses ist gemäss den ETH-Reglementen nicht vorgesehen.

Und das ist auch nicht nötig und korrekt, hat das Bundesverwaltungsgericht in einem am Dienstag publizierten Urteil entschieden. Die personellen und materiellen Ressourcen einer Hochschule seien begrenzt. Deshalb sollen jene studieren, die die Anforderungen eines entsprechenden Studienfachs erfüllen.

Die Verjährung des Ausschlusses oder die Berücksichtigung von nicht bestandenen Prüfungen würden diesen Interessen zuwiderlaufen, kommt das Bundesverwaltungsgericht zum Schluss.

Dem Pensionär bleibt ein Trost: Er hat die Möglichkeit, die Vorlesungen als Hörer zu besuchen.