Wahlen 2019

Patrick Walder soll die Zürcher SVP leiten – Bortoluzzi wird ein Vize-Präsident

Soll das Schiff wieder auf Kurs bringen: Patrick Walder, Gemeinderat aus Dübendorf.

Soll das Schiff wieder auf Kurs bringen: Patrick Walder, Gemeinderat aus Dübendorf.

Der Vorstand der Zürcher SVP hat am Montag an einer ausserordentlichen Sitzung in Wallisellen entschieden, wer die angeschlagene Partei in die nationalen Wahlen führen soll: Patrick Walder aus Dübendorf soll die Scherben aufsammeln - zumindest bis zu den Wahlen.

Der 31-jährige Gemeinderat, der erfolglos für den Kantonsrat kandidiert hatte, soll den bisherigen Parteipräsidenten Konrad Langhart ersetzen, der wegen der Wahlschlappe der Zürcher SVP zurücktritt.

Neben Langhart gehen auch der erste Vizepräsident Gregor Rutz, der zweite Vizepräsident Stefan Schmid sowie Parteisekretär Roland Scheck und der stellvertretende Parteisekretär Christoph Bähler.

Die Vizepräsidien sollen durch alt Nationalrat Toni Bortoluzzi, Kantonsrätin Elisabeth Pflugshaupt und Kantonsrat Orlando Wyss ersetzt werden. Das Sekretariat wurde noch nicht neu besetzt.

Am Dienstag werden die Delegierten diese Auswahl des Vorstandes noch offiziell bestätigen. Die neue Parteispitze soll bis mindestens zu den eidgenössischen Wahlen im Amt bleiben. Walder zeigte sich erfreut darüber, dass er in seiner neuen Funktion "auf so bewährte Kräfte zurückgreifen kann".

Bisheriger Präsident sieht sich als "Bauernopfer"

Am vergangenen Freitag kam es zum Massenrücktritt an der Parteispitze. Der bisherige Parteipräsident Langhart bezeichnete sich als "Bauernopfer". Ein Stück weit trete er aber auch aus eigenen Stücken zurück, sagte er am Freitag gegenüber Keystone-SDA.

"Wenn es im Herbst bei den nationalen Wahlen wieder Verluste gibt, kann und will ich nicht die Verantwortung übernehmen." Zudem sei er der falsche Mann, wenn ein härteres Auftreten gefordert werde.

Die SVP Zürich büsste bei den Kantonsratswahlen 5,6 Prozent Wähleranteile ein. Sie verlor 9 Sitze und fiel auf den tiefsten Stand seit 1995 zurück. Mit 45 Mandaten stellt sie aber nach wie vor die grösste Fraktion im 180-köpfigen Kantonsrat.

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