Auf dem Turkish-Airlines-Flug von Istanbul nach Zürich kam es am Donnerstagabend zu einem eigenartigen Vorfall: Wie "20 Minuten" berichtet, zwang ein Mann seine Mitreisende, Joghurt zu essen und rief dabei «Allahu Akbar». Die Crew und einige der Passagiere überwältigten ihn.

Der 41-jährige Yalcin U. war einer der Passagiere, die eingegriffen haben. «Ein Mann sass hinten im Flugzeug, neben sich zwei Kinder. Sie waren von ihrer Mutter getrennt, diese sass weiter vorne», berichtet der Passagier gegenüber "20 Minuten". Der Mann habe die Kinder gezwungen, ein Joghurt-Getränk zu trinken, worauf die zu weinen und zu schreien begonnen hätten.

Daraufhin habe die Mutter ihre Kinder geholt und sei in Richtung der Business Class gerannt, berichtet U. weiter: «Ich habe der Frau meine Hilfe angeboten und mich dann dem Mann in den Weg gestellt.» Er sei offensichtlich sehr verwirrt gewesen: «Ich versuchte, ihn zu beruhigen und ihn zum Hinsetzen zu bewegen. Weil er aber nicht nachgab, mussten die Flugbegleiter und ich ihn mit Kabelbindern fixieren.»

Allerdings habe er schnell bemerkt, dass der auffällige Passagier nicht gefährlich sei, sagt U.:«Doch andere Passagiere, die nicht verstanden haben, was zwischen ihm, den Flugbegleitern und mir auf Türkisch gesprochen wurde, hatten Panik.»

Es lag ein medizinisches Problem vor

«Am Abend ging bei der Flughafenpolizei eine Meldung ein, dass sich an Bord des Turkish-Airlines-Flugs eine Person auffällig verhalte», sagt der Sprecher der Kantonspolizei Zürich Werner Schaub gegenüber "20 Minuten" und bestätigt somit den Vorfall. Als die ausgerückten Polizisten in der Maschine eintrafen, sei der 29-Jährige in Ohnmacht gefallen.

Gemäss Schaub sei der Mann aber nicht verhaftet worden: «Offenbar hatte er ein medizinisches Problem, worauf er mit der Ambulanz ins Spital gebracht wurde.» Weitere Informationen, etwa ob der Mann wirklich «Allahu Akbar» gerufen hat, kann Schaub nicht bestätigen. Bisher seien keine Anzeigen von Mitreisenden eingegangen.