Zwar werde das Kasernenareal zutreffend als städtischer und regionaler Magnet bezeichnet, schreibt die CVP. Die Schlüsse, die Stadt und Kanton daraus zögen, seien allerdings "enttäuschend und mutlos, um nicht zu sagen schwach". Die skizzierten Teilbereiche gäben zwar durchaus ein sinnvolles Ganzes - der "grosse Wurf" fehle aber.

Der gleichen Meinung sind die Grünen. Sie bezeichnen den Masterplan als "mutloses Masterplänchen" ohne Innovationsgeist und ohne echten Mehrwert für die Bevölkerung. Sie fordern deshalb die Überarbeitung des Masterplans.

SP und Juso begrüssen die vorgesehene Nutzung der Zeughäuser und den entstehenden Freiraum auf der Kasernenwiese. Die Nutzung der Militärkaserne als Bildungszentrum für Erwachsene sei zudem eine "prüfenswerte Idee", schreibt die SP. Dieses Vorhaben finden auch die Grünen gut.

Unisono wird kritisiert, dass entgegen früheren Versprechungen die Polizei nun doch nicht aus der Polizeikaserne ausziehe. Die Parteien werfen dem Kanton Wortbruch vor, und sie verlangen die Freigabe der Polizeikaserne.

Weil das geplante Polizei- und Justizzentrum sich schon vor dem Bau als zu klein herausgestellt hat, wird die Polizeikaserne vorderhand weiter von der Polizei genutzt. Dies ist allerdings nichts Neues, sondern war bereits im Juni mitgeteilt worden.