Gegenwärtig erhalten 2300 Winterthurerinnen und Winterthurer diesen Zustupf von durchschnittlich 134 Franken pro Monat. Das Geld ist explizit für Härtefälle bestimmt und soll ihnen dabei helfen, einigermassen über die Runden zu kommen, die Miete zu bezahlen und ein Bus-Abonnement zu lösen.

Der Gemeindezuschuss ist für die Stadt Winterthur quasi freiwillig. Bund und Kanton verpflichten sie nicht dazu. Für die Stadt sind es gleichzeitig die einzigen Leistungen, die eingespart werden können.

Vor zehn Jahren halbiert

Am Donnerstag hat der Stadtrat die Streichung nun beim Stadtparlament beantragt. Gemäss Vorlage sollen die Zuschüsse per 31. Dezember 2014 gestrichen werden. Aufgrund der finanziellen Lage der Stadt sehe der Stadtrat keinen Spielraum, diese freiwilligen Leistungen auch in Zukunft finanzieren zu können.

Vor zehn Jahren wurden die Zuschüsse bereits halbiert. Das Winterthurer Stimmvolk stimmte der Sparvorlage damals knapp zu. Die SP hatte damals das Referendum gegen den Kürzungs-Entscheid des Gemeinderates ergriffen.