Parlament
Der Zürcher SVP-Nationalrat Hans-Ueli Vogt tritt zurück

Der Zürcher SVP-Politiker Hans-Ueli Vogt möchte sich wieder stärker auf seine juristische Tätigkeit konzentrieren und gibt sein Amt als Nationalrat ab. Das Parlament sei nicht der Ort, wo er seine Fähigkeiten optimal einsetzen könne, begründet er den Schritt.

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«Ich fühle mich wie ein Tennisspieler auf einem Fussballplatz», sagt Vogt zur Arbeit im Nationalrat.

«Ich fühle mich wie ein Tennisspieler auf einem Fussballplatz», sagt Vogt zur Arbeit im Nationalrat.

Keystone

«Ich habe entschieden, als Nationalrat per Ende Jahr zurückzutreten», sagte Vogt in einem am Freitag erschienenen Interview mit den Tamedia-Zeitungen. Für den 51-Jährigen ist klar: «Das Parlament ist nicht der Ort, wo ich meine Fähigkeiten optimal einsetzen kann.» Als Jurist und Rechtsprofessor sei er konstruktiv und wolle Lösungen bauen. Im Generieren von Aufmerksamkeit sei er «weniger gut».

Zur Arbeit im Nationalrat zieht Vogt einen Vergleich zum Sport. «Ich fühle mich wie ein Tennisspieler auf einem Fussballplatz.» Was ihn schmerzt ist die Aussicht, die Kommissionsarbeit aufzugeben. Hätte die politische Tätigkeit nur daraus bestanden, wäre er noch länger geblieben, so Vogt. Keine Rolle für seinen Entscheid spielte nach eigenem Bekunden der Umstand, dass er als Rechtsprofessor und Homosexueller in der SVP eher als Aussenseiter gilt.

Hans-Ueli Vogt ist Professor für Privat- und Wirtschaftsrecht an der Universität Zürich. Seine politische Karriere begann er 2011 im Zürcher Kantonsrat. Bei den Eidgenössischen Wahlen 2015 gelang ihm der Einzug in den Nationalrat. Dort gehört er der Rechtskommission an. Für Vogt dürfte der Zürcher SVP-Präsident Benjamin Fischer nachrücken. Er landete bei den letzten Wahlen auf dem ersten Ersatzplatz. (rwa)

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