Pandemie
Abwasser ermöglicht die Überwachung der Coronaviren: Konzentration im Kanton Zürich sinkt

Seit Mai führt der Kanton Zürich das Abwasser-Monitoring durch, um die Pandemie besser zu überwachen. Nun gibt es einen Hoffnungsschimmer - eine sinkende Konzentration der Viren wurde festgestellt.

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Durch das Abwasser kann man schneller steigende sowie fallende Dunkelziffern der Fälle erkennen. (Symbolbild)

Durch das Abwasser kann man schneller steigende sowie fallende Dunkelziffern der Fälle erkennen. (Symbolbild)

Chris Iseli

Gute Nachricht zur Pandemie: Die Coronavirus-Konzentration im Abwasser des Kantons Zürich ist im Vergleich zu den Sommerferien zurückgegangen. In den letzten Tagen sank sie gar stärker als die gemeldeten Fallzahlen, was auf eine fallende Dunkelziffer hindeutet.

Die Entwicklung zeigt sich in allen zwölf Abwasserreinigungsanlagen (Ara) im Kanton, in denen dreimal wöchentlich Proben entnommen werden. Auf das Ende der Sommerferien sei noch ein starker Anstieg der Coronavirus-Konzentration im Abwasser gemessen worden, teilte die Gesundheitsdirektion am Mittwoch mit.

Abwasser zeigt fallende und steigende Dunkelziffern

Diese sei damals wesentlich stärker angestiegen als die gemeldeten Fallzahlen. Das habe auf eine hohe Dunkelziffer bei den Corona-Infektionen hingedeutet.

Der Kanton Zürich hatte das Abwasser-Monitoring im Mai eingeführt. Damit lässt sich die Pandemiesituation unabhängig vom Testverhalten der Bevölkerung beurteilen. Auch Virusmutationen lassen sich so nachweisen. Zurzeit dominiert im Kanton Zürich die Delta-Variante. (sda)

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