Saison 2015/16
Opernhaus Zürich: Klassiker und klassische Moderne

In der Saison 2015/16 bewegt sich das Opernhaus Zürich in gemässigten Bahnen. Es zeigt Klassiker und Werke der klassischen Moderne, wie das Leitungsteam am Mittwoch vor den Medien bekannt gab.

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Die Spielzeit am Opernhaus Zürich wird am 12. September eröffnet. (Archivbild)

Die Spielzeit am Opernhaus Zürich wird am 12. September eröffnet. (Archivbild)

Keystone

Eröffnet wird die Spielzeit am 12. September mit einem grossen Fest, das sich traditionellerweise an ein breites Publikum wendet und bei freiem Eintritt Einblick in verschiedene Sparten bietet. Als Koproduktion mit dem Theater Kanton Zürich wird unter anderem Mozarts "Schauspieldirektor" in einer Bläserfassung für Erheiterung sorgen.

Die eigentliche Eröffnungspremiere, Alban Bergs "Wozzeck", liegt in den Händen der beiden Hausherren: Fabio Luisi dirigiert, Andreas Homoki inszeniert; für beide ist es eine erstmalige Auseinandersetzung mit diesem Schlüsselwerk des letzten Jahrhunderts.

Musik am Beginn des 20. Jahrhundert ist Debussys Oper "Pelléas et Mélisande", mit der sich Alain Altinoglu zum dritten Mal am Dirigentenpult der Philharmonia Zürich präsentiert. Gegen Ende des 20. Jahrhunderts dagegen entstand "Die Hamletmaschine" auf einen Text von Heiner Müller: Wolfgang Rihms Musiktheater mag dem Regisseur Sebastian Baumgarten wohl eher entsprechen als sein "Don Giovanni" von 2013.

"La Bohème", inszeniert vom Norweger Ole Anders Tandberg, Verdis "Macbeth" mit dem Team Teodor Currentzis/Barrie Kosky, Bellinis "Norma" als Gastspiel der kontrovers aufgenommenen Salzburger Produktion mit Cecilia Bartoli sowie dessen "Puritani" tragen den Melomanen Rechnung. Diese werden sich besonders freuen über den Auftritt von Startenor Juan Diego Florez.

Heiterkeit mit Rossini à la MarthalerFür Heiterkeit wird Rossinis "Viaggio a Reims" sorgen, zumal Christoph Marthaler Regie führt. Man sieht das abgefuckte Hotel "Zur goldenen Lilie", das Anna Viebrock als Schauplatz bauen wird, bereits vor sich.

Die barocke Schiene wird mit Purcells "King Arthur" abgedeckt und dürfte dank dem Barockspezialisten Laurence Cummings, dem Ensemble La Scintilla, dem Regisseur Herbert Fritsch und der Schauspielerin Corinna Harfouch ein fulminantes Spektakel werden.

"Schwanensee" und "Der Sandmann" als HandlungsballetteMit vier Premieren wartet Ballettchef Christian Spuck auf: Neben zwei mehrteiligen Ballettabenden ("Gods and Dogs" und "Restless) gibt es zwei Handlungsballette: Tschaikowskis Dauerbrenner "Schwanensee" in der Choreografie von Alexei Ratmansky und "Der Sandmann" nach der Novelle von E.T.A. Hoffmann und mit Musik von Schumann, Schnittke und Martin Donner, choreografiert von Spuck selbst.

Das Opernstudio ist mit Haydns "Orlando Paladino" vertreten. Und um das Publikum von morgen, sprich Kinder ab 6 Jahren, bemüht sich die deutschsprachige Erstaufführung eines britischen Kindermusicals mit dem Titel "Das verzauberte Schwein".

Schliesslich liess es sich Fabio Luisi nicht nehmen, auf die Konzertreihe "seiner" Philharmonia hinzuweisen, deren Schwerpunkt russische Musik bildet, die unter anderem aber auch Bruckners Achte in der Urfassung bringt.

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