Der Auftritt Anna Netrebkos mit einem prorussischen Separatistenführer hat keine Folgen für ihr Engagement in Zürich. Das Opernhaus sieht die Aktion der Sopranistin nicht als politisches Statement, wie Sprecherin Julika Weinecker der «NZZ am Sonntag» sagt. Zudem richteten sich die Engagements allein nach künstlerischen Kriterien. «Die gegenwärtige Berichterstattung kann daher für uns nicht heissen, die Auftritte Anna Netrebkos in Frage zu stellen.» Die 43-Jährige wird im März und Anfang April in der Donizetti-Oper «Anna Bolena» singen.

Die russische Opernsängeirn Anna Netrebko posiert mit dem Separatistenführer Oleg Tzarev und einer Fahne für «Neurussland».

Die russische Opernsängeirn Anna Netrebko posiert mit dem Separatistenführer Oleg Tzarev und einer Fahne für «Neurussland».

Die russisch-österreichische Doppelbürgerin provozierte am letzten Sonntag Kritik, weil sie in einem Luxushotel in St. Petersburg mit dem ostukrainischen Separatistenführer Oleg Zarjow posierte und ihm eine Spende für das Theater der Stadt Donezk überreichte. Sie hielt dabei zusammen mit Zarjow die Flagge Neurusslands in die Kameras.

Die Fluggesellschaft Austrian Airlines verkündete in der Folge, den Vertrag mit Netrebko als Werbebotschafterin nicht mehr zu verlängern. Die Sängerin behauptete auf ihrer Facebook-Seite, erst im Nachhinein realisiert zu haben, was für eine Flagge sie in den Händen gehalten habe.