Die Bar und Club Kommission Zürich (BCK) hat erstmals die Stadtrats- und Gemeinderatskandidierenden zu ihrer Meinung in Bezug auf die Zürcher Nachtkultur befragt. Total haben 162 Personen den Online-Fragebogen ausgefüllt. Während nur wenige Mitglieder der CVP (3) und der SVP (4) an der Befragung teilnahmen, waren es bei der GLP, den Grünen und der FDP jeweils über 30, wie die BCK in einer Mitteilung schreibt.

Unabhängig von der Parteizugehörigkeit ist man sich einig, dass Bars und Clubs wichtig sind für das Image der Stadt. Das Zürcher Nachtleben ist zudem ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und ein wichtiger Bestandteil des kulturellen Angebots in der Stadt. Die meisten Parteien stimmten einer Ausdehnung und zuschlagsbefreiten Nutzung des Nachtnetzes zu. Einzig die SVP und die CVP lehnten dies ab. Die FDP zeigte in beiden Fragen eine neutrale Haltung.

Nachtleben stört Ruhe nicht

In Bezug auf die Aussage, ob es für das Zürcher Nachtleben wichtig ist, dass Freiräume wie das Kochareal existieren, gab es grosse Unterschiede. Deutliche Zustimmung kam von SP, GLP, AL und den Grünen. SVP, CVP und FDP äusserten ebenso deutlich ihre Ablehnung. Keine Partei war der Ansicht, dass das Nachtleben die städtische Nachtruhe störe. Einzig die SVP äusserte sich diesbezüglich neutral.

Bei der BCK freue man sich über die grundsätzlich positive Besinnung der Zürcher Politikerinnen und Politiker, was die Anliegen der Nacht betreffe, wie es in der Mitteilung heisst. Verschiedene Aussagen, beispielsweise die Ausdehnung des Nachtnetzes, wolle man in naher Zukunft in Kooperation mit einer der Parteien weiterverfolgen. (msa)