Zürich

Ombudsmann Thomas Faesi hatte im vergangenen Jahr viel zu bearbeiten

Thomas Faesi, Ombudsmann des Kantons Zürich.jpg

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Beim Ombudsmann des Kantons Zürich, Thomas Faesi, sind im vergangenen Jahr 769 neue Beschwerden eingegangen - 48 mehr als 2012. 790 Verfahren konnte er erledigen, 80 musste er ins neue Jahr übernehmen.

297 Beschwerdeführerinnen und Beschwerdeführer hat Faesi zur Besprechung empfangen, wie aus dem am Mittwoch publizierten Tätigkeitsbericht 2013 hervorgeht. In 264 Fällen holte er bei der Verwaltung eine Vernehmlassung ein oder bat um Zustellung von Akten; elf mal wurde ein Augenschein genommen.

Bei 167 Fällen betrug die Bearbeitungsdauer zwischen 11 und 30 Tagen. 344 Verfahren konnten Faesi und sein Team innerhalb eines Jahres abschliessen. Bei 17 besonders komplexen Fällen betrug die Bearbeitungszeit über ein Jahr.

Keine nennenswerte Veränderung im Vergleich zum Vorjahr gab es bei der Verteilung der Beschwerden auf die einzelnen Direktionen. 75 Fälle betrafen die Bildungsdirektion, 85 die Finanzdirektion. Dabei standen wie schon im Vorjahr Steueranliegen mit 66 Fällen klar im Vordergrund.

Bei 40 Beschwerden war die Gesundheitsdirektion betroffen. 54 Fälle betrafen die Volkswirtschaftsdirektion. Im Fokus standen dabei die Arbeitslosenversicherung, der Arbeitsmarkt und die Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV), wie es im Tätigkeitsbericht heisst.


Ein Geschenk ist nicht gleich Geschenk

Den Dreh gefunden hat Faesi im vergangenen Jahr auch in eigener Sache. Aus Dankbarkeit über die Vermittlung in einem Arbeitskonflikt wollte eine Person dem Ombudsmann ein selbst gemaltes Bild schenken. Als Faesi das Werk besichtigte, stellte er fest, dass es sich dabei um ein Kunstobjekt "mit einem gewissen Marktwert" handelt.

Weil das kantonale Personalrecht die Entgegennahme von Geschenken oder anderer Vergünstigungen untersagt, machte Faesi der Malerin den Vorschlag, das Acryl-Bild dem Kanton zu schenken mit dem ausdrücklichen Wunsch, dass das Bild für die Räumlichkeiten der Ombudsstelle bestimmt sei.

Der Kunstgriff hat funktioniert. Das Bild wurde in der kantonalen Kunstsammlung erfasst und hängt seither an einer Wand im Büro des Ombudsmannes als Teil der Kunstsammlung des Kantons Zürich. (sda)

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