Musical
Ohrwürmer von Udo Jürgens spielen die Hauptrolle im Theater 11

Das Musical «Ich war noch niemals in New York» wird ab 1. November im Zürcher Theater 11 gespielt. Es erzählt eine Drei- Generationen-Geschichte, in die bekannte (und ein paar weniger bekannte) Lieder von Udo Jürgens eingebettet sind.

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Udo Jürgens Songs werden im Musical «Ich war noch niemals in New York» gesungen.

Udo Jürgens Songs werden im Musical «Ich war noch niemals in New York» gesungen.

Keystone

Nein, seine Lebensgeschichte schildere das Musical nicht, stellte Udo Jürgens am Mittwoch im Theater 11 in Zürch-Oerlikon vor den Medien klar. In der Geschichte geht es um drei Generationen und deren Konflikte. Die familiäre und die gesellschaftliche Ebene greifen ineinander.

Im Mittelpunkt steht die Karrierefrau Lisa Wartberg, die keine Zeit hat für ihre alte Mutter Maria. Diese will nicht versauern und beschliesst, in New York - unter der Freiheitsstatue - ihren Partner Otto Staudach zu ehelichen.

Das mag Lisa denn doch nicht akzeptieren. Sie will ihre Mutter zurückholen. Das Gleiche hat Ottos Sohn Axel vor, der sich mit Sohn Florian an die Fersen des Vaters heftet. Am Ende fahren alle mit dem gleichen Schiff, wo es zu allerlei Turbulenzen und Verwicklungen kommt, die in einem Happy End münden.

Das Musical erzähle «heiter und auch nachdenklich», mit «viel internationalem Flair», von Leuten, die ihre Träume nicht aufgeben, so Jürgens. «Es hat nichts Spiessiges, nichts Kleinkarieres».

Verfilmung in Arbeit

Premiere hatte das Musical im Dezember 2007 in Hamburg. Dort wurde es fast drei Jahre lang gespielt, dann zog es um nach Stuttgart. Eine zweite Produktion kam im Frühjahr 2010 in Wien auf die Bühne. Von dort kommt sie jetzt nach Zürich. Es sei «ein grosses Erlebnis» und «etwas Besonderes», dass das Stück jetzt in Zürich gespielt werde, in der Stadt die ihm zur Heimat geworden sei, sagte Jürgens.

Der Vorverkauf laufe erstmal bis Februar, sagte Veranstalter und Udo-Jürgens-Manager Freddy Burger. Er rechnet allerdings schon jetzt mit einer Verlängerung.

In Tokyo übrigens freut sich das Publikum über eine japanische Fassung. Insgesamt haben bisher rund 2,5 Millionen Menschen das Stück gesehen, sagte Burger. Auch eine Verfilmung ist laut Jürgens in Vorbereitung.

«Ich bin kein Musicaldarsteller»

Im Musical stehe er bewusst nicht selbst auf der Bühne, sagte Udo Jürgens, er sei ja kein Musicaldarsteller. Ohnehin käme für ihn einzig die Grossvater-Rolle in Frage. Würde er als junger Mann mitspielen, so wäre er am liebsten der Axel.

Für ein weiteres Musical wär er sofort zu haben, gab Jürgens unumwunden zu. Bloss: «Der Tag hat nur 24 Stunden». Er sei jetzt 78 - seinen Geburtstag feiert er Ende September - und das «ist ein sehr hohes Alter». Auch wenn er es nicht spüre, es sei ihm bewusst, dass nicht mehr soviel Zeit bleibe für neue Projekte.

Bei der Entwicklung des Musicals arbeitete Jürgens eng mit dem Kreativteam zusammen, insbesondere mit dem musikalischen Leiter Michael Reed. Der erfahrene Musical-Profi war jahrelang mit Andrew Lloyd Webber (»Phantom der Oper») tätig.

Beim Stück mit Musik von Udo Jürgens führt Carline Brouwer Regie. Das Buch stammt aus der Feder von Gabriel Barylli, Co-Autor war Christian Struppeck. Für die Choreografie zeichnet Kim Duddy verantwortlich, das Bühnenbild gestaltete David Gallo, die Kostüme entwarf Yan Tax.

Auf der Bühne agieren in den Hauptrollen Sabine Hettlich als Lisa Wartberg und Mathias Edenborn als Axel Staudach. Rosemarie Wohlbauer gibt Maria Wartberg, Gunter Sonneson spielt Otto Staudach. Für die Rolle des Florian stehen abwechslungsweise zehn Buben auf der Bühne.

Tickets für das Musical «Ich war noch niemals in New York» im Theater 11 sind ab 1. November bei Ticketcorner erhältlich.