Zürich
Ohne Führerausweis: Pfarrer Sieber sitzt wieder hinter dem Steuer

Der Zürcher Obdachlosenpfarrer Ernst Sieber geht unter die Elektromobil-Fahrer. Eine Zürcher Firma stellt ihm nach seinem Autounfall von Ende Juni ein Elektrofahrzeug zur Verfügung. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 12 km/h, ein Fahrausweis ist nicht nötig.

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Pfarrer Ernst Sieber vor seinem «Pfuusbus» (Archiv).
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Pfarrer Sieber
Pfarrer Sieber läutet ein Glocke: Es ist das Signal an ältere Autofahrer, es ihm gleichzutun und der Fahrausweis abzugeben.
Pfarrer Sieber demonstriert ein Atemuebungsgerät, welches er nach seinem Autounfall zur Stärkung seiner Lunge hin und wieder einsetzen muss
Pfarrer Sieber lässt sich jetzt chauffieren - ganz so wie die Queen

Pfarrer Ernst Sieber vor seinem «Pfuusbus» (Archiv).

Keystone

Er sei froh, das Elektromobil für die Bewältigung der kleinen alltäglichen Pflichten seines Seelsorge-Auftrages nutzen zu könnten, teilte der 85-jährige Sieber am Dienstag mit. Bei grösseren Fahrten werde er von Freiwilligen chauffiert. Dafür sei er sehr dankbar.

Sieber war Ende Juni mit seinem Auto in der Stadt Zürich ohne Fremdverschulden verunfallt. Er brach sich sieben Rippen, zudem erlitt er mehrere kleinere Verletzungen und einen Schock. Drei Wochen musste er im Spital bleiben.

Nach dem Unfall gab Sieber seinen Fahrausweis ab und empfahl allen Senioren und Seniorinnen, es im gleichzutun. (sda)