Der neu gewählte Einsiedler Abt Urban Federer ist offiziell ins Amt eingesetzt worden. Die sogenannte Eucharistiefeier dauerte fast drei Stunden. Markus Büchel, Präsident der Schweizer Bischofskonferenz, leitete die Benediktion.

Während dieser feierlichen Segnung liegt der neu einzusetzende Abt gemäss Tradition jeweils für mehrere Minuten mit dem Gesicht nach unten auf dem Boden, während über ihm gebetet wird.

Rund 1000 Gottesdienst-Besucher

Während der Feier wurde weiter die offizielle Ernennungsurkunde aus Rom verlesen.

Ein Vertreter Roms, der so genannte Nuntius, hielt die Schlussansprache. Danach zogen die Mönche für den Gesang des "Salve Regina" zur Kapelle der Schwarzen Madonna im hinteren Teil der Klosterkirche.

Rund 1000 Personen hatten den Gottesdienst besucht, wie der Informationsbeauftragte des Klosters Einsiedeln, Pater Alois Kurmann, sagte.

Geladen waren auch die Vertreter die Regierungen der katholischen Kantone und des Bezirks Einsiedeln SZ, alle Schweizer Bischöfe sowie die Vorsteher und Vorsteherinnen aller Benediktinerklöster der Schweiz.

Für den zweiten Teil der Feier lud das Kloster zum "Apéro Riche" ins Dorfzentrum von Einsiedeln ein.

Dort wollte am Abend die Zürcher Stadtregierung dem neuen Abt traditionsgemäss die Ehrenbürgerschaft der Stadt Zürich verleihen. Verschiedene Organisationen wollten gemäss Ankündigung im Festprogramm dem Abt ihre Glückwünsche überbringen.

Nachfolger von Martin Werlen

Urban Federer übernimmt das Amt von Martin Werlen, der nach zwölf Jahren als Abt zurückgetreten ist. Der 45-jährige Federer wird der 59. Vorsteher der Benediktinerabtei. Er stand dem bisherigen Abt seit 2010 als Dekan zur Seite. Zudem unterrichtete er an der Stiftsschule Einsiedeln Deutsch und Religion und fungierte als Redaktor für die klostereigene Zeitschrift "Salve".